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Bei der Oberbürgermeisterwahl in Konstanz will die Stadt auch die 16-jährigen Erstwähler an die Wahlurne bringen. Sie hat dazu ein Konzept erarbeitet.

Wer im zweiten Wahldurchgang am 18. Oktober das Rennen um den Chefposten im Konstanzer Rathaus macht, entscheiden auch die rund 850 Konstanzer Erstwähler*innen. Antje Albicker-Denkel, Leiterin der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung, hat darum für die 16-Jährigen spezielle Informations-Module entwickelt.

Befragung der Jugendlichen

Zuerst wurden die 16-Jährigen gefragt, was sie wissen müssten, um sich bei der Wahl entscheiden zu können. Dazu konnten die Jugendlichen ihre Fragen einreichen. Aus ihnen haben die Jugendlichen wiederum die besten zehn Fragen ausgesucht. Diese zehn Fragen wurden allen Kandidaten auf einer Konstanzer Fähre gestellt. Das Interview wurde gedreht, das Material nicht geschnitten und als so genanntes "OB-Kandidaten-Taxi" online gestellt.

Hier geht es zum Konstanzer OB-Kandidaten-Taxi

Steckbriefe der Kandidaten

Zweites Modul sind die Steckbriefe der fünf OB-Kandidaten des ersten Wahldurchgangs. Im zweiten Wahldurchgang treten nur noch drei von ihnen an. Die Fragen für den Steckbrief wurden auch in den städtischen Jugendtreffs ermittelt. Interessant ist, dass im Steckbrief zwar auch klassische Angaben wie Beruf, Alter und Name abgefragt werden, aber auch Lieblingsfach in der Schule, welche drei Dinge der Kandidat immer bei sich hat oder welches Tier er gerne wäre.

Jugendliche kommen mit OB-Kandidaten nicht in Kontakt

Generell seien den Jugendlichen ähnliche Themen wie den Älteren wichtig, etwa Klimapolitik oder die Beteiligung an der Stadtpolitik von Bürgern und Jugendlichen, sagt Antje Albicker-Denkel. Anders sei bei den Jugendlichen, dass sie selten in Kontakt mit den OB-Kandidaten kämen, da sie beispielsweise nicht auf dem Markt einkauften. Darum wolle man ihnen dazu online die Möglichkeit geben.

Online-Podiumsdiskussion mit OB-Kandidaten

Im Vorfeld des ersten Wahldurchgangs am 27. September gab es darum eine Online-Podiumsdiskussion. Dafür konnten sich Jugendliche mit den fünf Kandidaten des ersten Wahldurchgangs online zusammen schalten und ihre Fragen stellen. Hier kann man sich den Mitschnitt der Online-Podiumsdiskussion anschauen.

Im zweiten Wahldurchgang nur noch drei Kandidaten

Für den zweiten Wahldurchgang am 18. Oktober treten nur noch Uli Burchardt (CDU), Andreas Matt (parteilos) und Luigi Pantisano (Die Linke) an. Andreas Hennemann (SPD) und Jury Martin (parteilos) haben ihre Kandidatur zurückgezogen.

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