STAND

Forscher aus der Schweiz und Frankreich haben auf dem Säntis einen in Baden-Württemberg entwickelten Super-Laser ausgelöst, der Blitzeinschläge verhindern soll.

Die Physiker wollen im Rahmen eines EU-Projekts herausfinden, ob solche Laserstrahlen beispielsweise den Sendemast auf dem Säntis oder andere Gebäude vor Blitzeinschlägen schützen könnten. Später könnte der Super-Laser auf Flughäfen, Atomkraftwerken oder Wolkenkratzern eingesetzt werden, wo Blitzeinschläge jährlich hohe Schäden verursachen.

Wolken mit einem Laser entladen

Mit einer Technik, die an Science-Fiction erinnert, sollen Blitze verhindert oder aus Gewitterwolken abgeleitet werden. Bei Gewitterlagen sollen dazu wiederholt Laser-Impulse in die elektrostatisch aufgeladenen Wolken geschossen werden. Laut Forscherteam wird der Laser als Blitzableiter fungieren. Die Spannung in der Wolke würde dann abnehmen und könnte woanders nicht mehr blitzen.

Bauteile mit dem Hubschrauber auf den Berg geflogen

Unter Hochdruck bereiteten die Experten in den letzten Wochen ihre Wetter-Experimente vor. Manche Teile der 500 Tonnen schweren Anlage wurden per Hubschrauber auf den 2.501 Meter hohen Berg Säntis transportiert. Das sagte ein Sprecher des zuständigen Technologie-Unternehmens Trumpf in Ditzingen bei Stuttgart dem SWR.

Ein Jahr Pandemie-Verspätung

Auf dem höchsten Berg der Ostschweiz schlagen jährlich bis zu 400 Blitze ein. Ursprünglich sollte das europäische Forschungsprojekt im vergangenen Jahr starten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde es immer wieder verschoben.

Mehr zum Thema

Schwägalp

Vorbereitungen abgeschlossen Blitz-Experiment auf dem Säntis kann starten

Die Aufbauarbeiten für das wissenschaftliche Experiment mit Blitzen auf dem Säntis werden heute abgeschlossen. Das sagte ein Sprecher des zuständigen Technologie-Unternehmens dem SWR.  mehr...

14 Jugendliche beim Fußballspielen von Blitz getroffen Blitzeinschlag in Abtwil - Weiterhin ein Junge im Krankenhaus

Nach dem Blitzeinschlag auf einem Fußballplatz in Abtwil im Kanton St. Gallen befindet sich laut Kantonspolizei noch ein 16-Jähriger im Krankenhaus. Die anderen 13 wurden wieder entlassen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN