Große Salatköpfe in Gewächshaus auf der Insel Reichenau (Foto: SWR, Tina Löschner (Archivbild))

Deutschlandweit der erste Salat des Jahres

Erste Salatköpfe auf der Insel Reichenau geerntet

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Auf der Reichenau im Kreis Konstanz hat die Salaternte begonnen. Die Insel ist damit das erste Anbaugebiet bundesweit, in dem Salat geerntet wird. Der Trend geht zu einer Sorte.

Die verhältnismäßig warmen Winterwochen mit vielen hellen Tagen seien eine ideale Voraussetzung für eine gute Qualität der Salate, heißt es von der Erzeugergenossenschaft Reichenauer Gemüsegärtner. Der Trend bei den Kunden geht laut einer Sprecherin immer mehr zu Kraussalaten, weil diese sich länger frisch halten.

Mehr als 2,5 Millionen Salatköpfe

Bis Mitte April ernten die Gemüsegärtner auf der Reichenau über 2,5 Millionen Salatköpfe, neben Kraussalat auch Kopfsalat und Eichblatt. Die Salate werden überwiegend regional vermarktet, beliefert werden vor allem Händler und Supermärkte in Baden-Württemberg und Bayern. Reichenauer Salat ist als Herkunftsbezeichnung wie Schwarzwälder Schinken und Lübecker Marzipan besonders geschützt, heißt es von der Erzeugergenossenschaft.

Steigende Energiekosten lassen auch Gemüsepreise steigen

Das Gemüse werde aufgrund der weltweit steigenden Energiepreise wohl teurer werden, erklärt Christian Müller, stellvertretender Geschäftsführer der Erzeugergenossenschaft. Wie viel, könne er aber noch nicht sagen. Das sei im Moment sehr spekulativ. Die eigentlich Produktion in den Gewächshäusern sei diesen Winter durch das milde Wetter nicht besonders von den steigenden Energiepreisen betroffen. Im März könne es aber durchaus noch Frost geben.

Auch die steigenden Benzin- und Holzpreise sind zu spüren: Sie schlagen sich auf den Transport und die Verpackungen des Gemüses nieder, erklärt Müller weiter. In den Geschäften selbst würden sich die steigende Kosten ebenfalls bei den Preisen bemerkbar machen.

Kunden fragen verstärkt regionale Lebensmittel nach

Er glaube aber nicht, dass es deshalb zu einen Umsatzeinbruch komme, so Müller. Denn Kunden würden verstärkt regionale und gesunde Lebensmitteln nachfragen. Krisen wie die Corona-Pandemie führten dazu, dass die Menschen im Fernsehen zur Ablenkung Kochsendungen schauten, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer. Sie würden darum bewusster darauf achten, welche Lebensmittel sie überhaupt einkaufen.

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