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Die Situation nach dem Hangrutsch in Primisweiler bei Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) ist trotz der Niederschläge weiter stabil. Das ergaben geologische Messungen.

Obwohl es seit dem Wochenende viel geregnet hat, habe sich der Hang nicht weiter bewegt, es seien keine weiteren Erdmassen weggebrochen. Das hätten Messungen der Experten am Montagabend ergeben, wie der Ortsvorsteher von Primisweiler auf SWR-Anfrage sagte. Nun warte man das offizielle Gutachten vom Landesamt für Geologie ab. Dann werde man das weitere Vorgehen besprechen. Wann das Gutachten fertig ist, ist noch unklar. Auch ein Haus direkt an der Hangkante sei stabil, aber weiterhin nicht bewohnbar. Davon betroffen sind sieben Menschen, sie haben andere Unterkünfte gefunden.

Silofolie schützt Hang

Wegen der angekündigten Niederschläge waren schon am Freitag riesige Silofolien am Hang angebracht worden, damit der Regen den Boden nicht zusätzlich aufweicht und destabilisiert. Im Einsatz waren Kräfte von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr.

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Lage vor dem Wochenende stabil

Am Freitag hatten Geologen nach Messungen Entwarnung gegeben: Zwei weitere Häuser, für die Gefahr bestanden hatte, mussten nicht evakuiert werden. Zudem hatten Experten vom Landesamt für Geologie in Freiburg die Stelle, an der der Hangrutsch abgegangen war, untersucht. Auch eine Straße wurde durch die Erdbewegungen beschädigt. Sie habe zwar Risse, eine akute Gefahr ging davon aber nicht aus, so ein Geologe am Freitag gegenüber dem SWR.

Betroffene Bewohner bei Nachbarn oder in Notunterkünften

Der Hang war am Donnerstagabend nach tagelangem Regen und starker Schneeschmelze ins Rutschen geraten. Zuletzt hatte ein Erdrutsch in Schopfheim (Kreis Lörrach) für eine ähnliche Situation gesorgt. Auch dort mussten Anwohner nach einem Hangrutsch ihre Häuser verlassen.

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