Schwaches Erdbeben in der Region Kehl-Straßburg (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Rolf Haid)

Epizentrum bei Singen

Erneutes Erdbeben in Baden-Württemberg - Weitere Nachbeben möglich

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In den vergangenen Monaten schreckten einige Erdbeben in Baden-Württemberg zahlreiche Bürger auf. Am Freitagnachmittag bebte erneut die Erde - dieses Mal bei Singen an der Grenze zur Schweiz.

In der Nähe von Singen am Hohentwiel (Kreis Konstanz) hat sich am Freitagnachmittag ein Erdbeben ereignet. Das Beben hatte eine Stärke von 3,2 auf der Richterskala, so der Schweizer Erdbebendienst. Auch der baden-württembergische Landeserdbebendienst erfasste das Beben. Demnach habe sich das Beben in etwa acht Kilometer Tiefe ereignet und sei in einem Umkreis von rund zehn Kilometern um das Epizentrum bei Singen spürbar gewesen. Die Verantwortlichen stuften es als schwaches Erdbeben ein.

Keine Meldungen über Schäden nach Erdbeben

Beide Dienste registrierten danach weitere Nachbeben im Bereich des Epizentrums (Magnituden von 1.2 bis 2.0). In den kommenden Stunden und Tagen müsse zudem mit weiteren Nachbeben gerechnet werden. Unklar ist, wie stark sie ausfallen werden.

Das Epizentrum lag bei Singen am Hohentwiel

Laut dem Portal erdbebennews.de seien einige Meldungen von Zeugen eingegangen, die die Erschütterungen wahrgenommen haben. Da sich das Beben am Nachmittag ereignet habe, seien bei den recht geringen Intensitäten unter der Stärke 4 viele Menschen unbeeindruckt geblieben, heißt es dort. Meldungen über Schäden habe es nicht gegeben, so das Polizeipräsidium Konstanz auf SWR-Nachfrage. Meldungen besorgter Bürger, wie etwa Anfang Dezember nach einem Erdbeben auf der Schwäbischen Alb, habe es nicht gegeben.

Immer wieder kommt es in Baden-Württemberg zu kleinen Erdbeben

Das Gebiet im südlichen Baden-Württemberg entlang der Alb, dem Bodensee und der Grenze zu Frankreich und der Schweiz ist für immer wiederkehrende, leichte Erdstöße bekannt. Eine Erklärung dafür könne er nicht liefern, so der Leiter des Erdbebendienstes Baden-Württemberg, Stefan Stange. Die Albstadt-Scheer-Zone sei schon immer ein tektonisch aktives Gebiet gewesen. In den letzten gut hundert Jahren habe es auch starke Erdbeben gegeben, so Stange. Vom letzten großen Erdbeben 1978 - damals hatte das Beben eine Stärke von 5,7 und richtete unter anderem Schäden an der Burg Hohenzollern an - würden die Menschen noch heute sprechen.

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