Eine Hand hält einen grünen Ausfuhrschein vor einen vollen Einkaufsladen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Felix Kästle)

Rückgang um über zehn Prozent

Schweizer Einkaufstourismus deutlich zurückgegangen

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Schweizerinnen und Schweizer gehen immer weniger im Ausland shoppen. Forscher haben das Einkaufsverhalten über fünf Jahre beobachtet.

Immer weniger Schweizerinnen und Schweizer kaufen im benachbarten Ausland ein. Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Langzeitstudie der Universität St. Gallen hervor.

Abnahme um rund zehn Prozent

Demnach ist der sogenannte Einkaufstourismus im Vergleich zu vor fünf Jahren um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Ein Grund dafür sei die hohe Inflation in den Nachbarländern der Schweiz, sie schrecke Einkaufstouristen ab. Zudem würde in der Schweiz wieder vermehrt in unmittelbarer Umgebung und im Internet eingekauft. Laut Studie geben Schweizerinnen und Schweizer aktuell pro Einkauf im Ausland rund 215 Franken aus, 2017 waren es noch etwa 245.

"Gute Ware für weniger Geld ist noch immer das Hauptmotiv für den Einkaufstourismus."

Sieben Millionen Franken geben Schweizer im Ausland aus

Die Summe, die jährlich von Einkaufstouristen im Ausland ausgeben wird, ist aber weiter hoch: Sie lag zuletzt bei rund sieben Milliarden Franken. Für die Studie der Universität St. Gallen wurden rund 3.000 Einkaufstouristinnen und Einkaufstouristen befragt.

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