Altes Handwerk ist ihr Traumberuf

Einfach besonders: Korbflechterin Susanne Binder

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Das Korbmacherhandwerk gehört zu den ältesten Berufen - viele gibt es nicht mehr in Deutschland. Susanne Binder aus Heudorf am Bussen (Kreis Biberach) ist eine davon. Was sie macht, ist "Einfach besonders".

Ihre Körbe vom Obst-, über den Einkaufs-, bis zum Wäschekorb verkauft sie auf Märkten in ganz Süddeutschland. Außerdem hat die heute 45-Jährige auch noch vier Kinder, zwischen 15 und neun Jahre alt. Susanne Binder ist eine Frau, die zupacken kann. Starke Arme und Schultern, Kraft in den Händen, das komme vom Körbe flechten, sagt sie.

Die Lager sind gefüllt

Susanne Binder arbeitet täglich in ihrer Werkstatt weiter, obwohl ihre Lager schon voll sind. Viele der Märkte, auf denen sie normalerweise ihre Körbe verkauft hat, seien wegen Corona ausgefallen. Die Werkstatt von Susanne Binder befindet sich direkt neben ihrem Haus. SWR-Reporterin Caroline Geyer hat sie dort besucht:

In Neufra, nur fünf Kilometer von ihrem jetzigen Wohnort entfernt, wuchs sie mit vier älteren Brüdern auf. Da habe sie sich schon immer durchsetzen müssen. So auch, als sie beschloss, eine Ausbildung als Korbflechterin zu machen. Vater und Brüder fanden das nicht gut, wo sie doch bereits als Arzthelferin Geld verdiente. Sie ist schließlich ganz allein in die Eifel gezogen, um ihren Traumberuf zu erlernen. Tochter Pia ist sehr stolz auf ihre Mutter.

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SWR