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Die Berufsfischer am Bodensee haben in diesem Jahr wieder Felchenlaich in die Fischbrutanstalten gebracht. Ein unerwartet gute Nachricht.

Wie die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei, kurz IBKF, mitteilte, haben die Fischer rund 1.400 Liter Felcheneier an Land gebracht. Die Nachricht kommt unverhofft, denn im vergangenen Jahr war die Laichfischerei komplett ausgefallen. Aufgrund der extrem schlechten Fänge der Berufsfischer im Sommer waren Experten davon ausgegangen, dass es auch in diesem Jahr keinen Laichfischfang geben werde, so die IBKF. Anfang Dezember waren dann aber doch genügend Felchen an den Laichplätzen.

Lichtblick für die Bodenseefischer?

Ob das ein Lichtblick für die Felchen-Population im Bodensee sei, müsse sich erst noch zeigen, so die IBKF weiter. Denn die Menge an Fischlaich war dennoch die niedrigste seit 40 Jahren.

Felchen aus dem Bodensee in einer roten Plastikkiste (Foto: SWR, Wolfgang Wanner)
Wolfgang Wanner

Die jetzt gefangenen Fischeier werden in den kommenden Monaten in den sechs Brutanstalten (Hard, Nonnenhorn, Langenargen, Romanshorn, Ermatingen und Steinach) aufgezogen. Im Frühjahr werden die Jungfische ausgesetzt. So sollen genug Felchen im Bodensee sein, um die Fangerträge der Berufsfischer zu sichern.

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