Bürgerinitiative protestiert gegen Windkraft in Blumberg (Foto: SWR)

Bau eines Windparks in Blumberg gestoppt Singener Firma kann Windpark vorerst nicht weiterbauen

Ein großes Windprojekt im Schwarzwald-Baar-Kreis wurde gestoppt, obwohl fast alles fertig geplant war und die Genehmigungen vorlagen. Eine Naturschutz-Initiative hat gegen die Windräder Stimmung gemacht.

Eine Bürgerinitiative aus Blumberg-Hondingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) wehrt sich gegen einen Windpark bei ihrem Dorf. Durch die Klage einer Naturschutzinitiative aus Rheinland-Pfalz beim Verwaltungsgericht Freiburg war der Bau des Windparks vorerst gestoppt worden. Das Gericht begründet das Urteil mit Fehlern im Genehmigungsverfahren.

Singener Firma hatte bereits viel Geld investiert

Für die Firma Solarcomplex aus Singen (Landkreis Konstanz) ist das eine Katastrophe. Die notwendigen Genehmigungen lagen vor und im Wald waren bereits die Stellen für die sieben Windräder gerodet. Die Firma hat bereits viel Geld in das Projekt gesteckt, für Gutachten, Öffentlichkeitsarbeit und die Waldrodung. "Selbst die Gebühren für die Baugenehmigung, die wir ja hatten, kostet 100.000 Euro. Wenn man das alles zusammenrechnet, sind wir bei einem Beitrag zwischen zwei und drei Millionen Euro", so Bene Müller vom Energieversorger Solarcomplex aus Singen.

In Tengen gibt es Windkraftpark ohne großen Widerstand

Die Windpark-Gegner aus Blumberg begründen ihren Protest vor allem mit Artenschutz und damit, dass Windenergie nicht effektiv genug sei. Dass es auch anders geht, zeigt ein weiteres Projekt von Müller in Tengen (Landkreis Konstanz). Dort wurde bereits erfolgreich ein Windpark aufgebaut. Gegen den Baustopp in Blumfeld hat Müller Beschwerde eingelegt. Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim muss in nächster Instanz entscheiden.

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