STAND

Gastronomen und Hoteliers in Oberschwaben fordern von der Politik mehr Unterstützung in der Corona-Pandemie. Sie haben eine Protestaktion gestartet unter dem Motto "Lasst uns nicht im Regen stehen".

In Videos, die der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Ravensburg auf seinem Facebook-Account zeigt, melden sich die Betroffenen selbst zu Wort. "Unsere wirtschaftliche Situation ist dramatisch", sagt zum Beispiel der Dehoga-Kreisvorsitzende Max Haller. Er betreibt mit seiner Frau "Schloss Waldburg". Sie wüssten nicht, wann sie wieder öffnen dürften. Sie hätten keinerlei Planungssicherheit. Viele Hochzeitspaare würden anrufen und fragen, wann sie denn buchen könnten. Mitarbeiter seien seit Monaten in Kurzarbeit. Hallers Bitte an die Politikerinnen und Politiker: "Lasst uns nicht im Regen stehen." Acht Videos mit Statements sind geplant.

https://www.facebook.com/DEHOGARavensburg

Betriebe am Rand der Existenz

In einer Mitteilung des Verbandes Dehoga Ravensburg heißt es, die Gastronomen und Hoteliers fühlten sich in großen Teilen von der Politik alleine gelassen. Finanzielle Hilfen seien zwar bei vielen Betrieben angekommen. Die Verzögerungen der zugesagten Zahlungen hätten allerdings viele Betriebe an den Rand der Existenz gebracht. In sieben von zwölf Monaten seit Beginn der Pandemie sei der Branche das Arbeiten untersagt gewesen.

"Hygienekonzepte funktionieren"

Jetzt fordert der Verband eine Öffnungsperspektive. Man habe bereits im vergangenen Sommer bewiesen, dass Hygienekonzepte funktionieren. Gastronomie und Hotellerie seien keine Pandemietreiber, so Max Haller. "Es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Betriebe keinen Tag länger geschlossen bleiben als gesundheitspolitisch unbedingt notwendig."

Mehr zu dem Thema:

Nach Rückgang der Infektionszahlen Minister Wolf fordert schrittweise Lockerung für Tourismusbranche

Nachdem die Landesregierung die Corona-Auflagen für den Handel gelockert hat, fordert Tourismusminister Guido Wolf (CDU) eine Perspektive für die Tourismus- und Gastrobranche. Die Sommersaison schreibt er noch nicht ab.  mehr...

Unmut am Bodensee und in Oberschwaben Hoteliers und Gastronomen trifft erneuter Lockdown hart

Der erneute Teil-Lockdown trifft tausende Gastronomiebetriebe am Bodensee und in Oberschwaben. Sie müssen ab kommenden Montag für vier Wochen geschlossen bleiben. Das sorgt für massiven Unmut.  mehr...

Hagnau

Noch keine Öffnungsperspektive Hoteliers am Bodensee befürchten Mitarbeiter-Mangel

Es wäre der Supergau: Wenn Hotels wieder öffnen dürfen, aber weil die Mitarbeiter fehlen nicht können. Deshalb schlagen Hoteliers am Bodensee jetzt Alarm. Weil eine Öffnungsperspektive fehle, würden sich Beschäftigte umorientieren.  mehr...

STAND
AUTOR/IN