STAND

Die Zahl der bestätigten neuen Corona-Fälle in der Region ist am Sonntag deutlich zurückgegangen. Allerdings gibt es im deutschen Bodenseeraum mittlerweile neun Todesfälle und mehr als 1.300 Erkrankte.

In den Kreisen Ravensburg, Sigmaringen, Biberach, Lindau und im Bodenseekreis meldeten die Behörden am Sonntag 29 weitere Infizierte. Am Samstag waren es noch gut 100. Der Kreis gab keine aktuellen Zahlen heraus. Verlangsamt hat sich das Auftreten positiver Corona-Tests vor allem im Kreis Ravensburg, hier gab es gestern nur zwei neue Fälle, ebenso im Kreis Lindau. Auch im Kreis Sigmaringen meldete das Landratsamt nur acht neue Corona-Fälle, am Samstag waren es noch 40.

Neue Fieberambulanz in Sigmaringen

Ab Montag will der Kreis Sigmaringen auf seiner Homepage anzeigen, welche Gemeinden wie stark betroffen sind. Schwerpunkte seien derzeit der Heuberg und das Lauchertal. Auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne wird zudem eine Fieberambulanz eingerichtet.

Insgesamt gibt es im deutschen Bodenseeraum jetzt 1.314 bestätigte Corona-Kranke. Vor einer Woche waren es 480. Am Wochenende meldeten der Bodenseekreis und der Kreis Lindau je einen ersten Todesfall, im Kreis Biberach und im Kreis Sigmaringen gab es je einen weiteren Toten.

Viele Menschen in Quarantäne

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionsfälle im Bodenseekreis stieg am Sonntag auf 196, acht Personen werden stationär behandelt. 65 gelten laut Landratsamt als genesen. 390 Menschen befinden sich zudem aktuell in häuslicher Quarantäne. Im Bodenseekreis war vor gut drei Wochen der erste Infizierte in der Region Bodensee-Oberschwaben bekannt geworden.

Der Landkreis Biberach meldete einen weiteren Todesfall, der auf das Coronavirus zurückzuführen ist. Demnach verstarb ein 80 Jahre alter Mann am Samstag im Biberacher Klinikum an Covid-19. Am Freitag waren die ersten beiden Covid-19-Todesfälle im Kreis Biberach gemeldet worden, es handelte sich um zwei Männer im Alter von 79 und 80 Jahren. Das Biberacher Kreisgesundheitsamt meldet derzeit 225 positiv bestätigte Corona-Fälle.

Rasanter Anstieg zuvor in Sigmaringen

Der Kreis Sigmaringen verzeichnete bis Samstag den höchsten Anstieg an bestätigten Corona-Fällen. Im Kreis gibt es bereits drei Corona-Todesfälle und aktuell 310 bestätigte Erkrankungen. Am Samstag kamen 40 neue Fälle hinzu, meldete das Landratsamt. Am Freitag waren es 55, am Donnerstag 44.

Bis Samstag wurden im Landkreis Konstanz sieben weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Hinzu kommen laut Landratsamt zwei Personen, die nicht getestet wurden, bei denen aufgrund der engen häuslichen Beziehung und der Symptomatik aber von einer Infektion auszugehen ist. Nach dieser Zählweise steigt die Zahl der erkrankten Personen auf 145. Zwölf Personen werden stationär betreut. 14 Personen gelten als genesen. Am Mittwoch hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass ein Mensch aus dem Landkreis Konstanz im Freiburg an den Folgen einer Coronavirus-Infektion starb. Details zur Identität des Toten gab es nicht bekannt.

Die meisten Corona-Fälle weiter im Kreis Ravensburg

Die meisten bestätigten Corona-Fälle im deutschen Bodenseeraum hat aber nach wie vor der Kreis Ravensburg, es sind 336, am Mittwoch waren es noch 274. Die meisten seien nur leicht erkrankt, 41 von Ihnen bereits wieder gesund, meldete das Landratsamt.

Im Kreis Lindau gibt es 102 bestätigte Corona-Fälle, am Donnerstag kamen 13 neue hinzu, am Freitag sogar 17. Am Samstag meldete das bayerische Gesundheitsministerium einen ersten Todesfall im Kreis.

Fast 1.100 bestätigte Fälle in Nachbarregionen

Auch in Vorarlberg und im Kanton Thurgau stieg die Zahl der bestätigten Krankheitsfälle nicht mehr ganz so stark an. Das Land Vorarlberg meldete am Sonntag 590 Fälle, 27 mehr als am Tag zuvor. Der Thurgau meldete zwei neue Fälle. Am Arlberg sind die fünf Orte Lech, Zürs, Warth, Schröcken und Stuben weiter abgeriegelt. Auch die Gemeinde Nenzing darf nicht betreten oder verlassen werden.

Der Kanton St. Gallen meldete am Sonntag unverändert fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 und 365 bestätigte Fälle.

STAND
AUTOR/IN