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Im Kreis Konstanz hat es in den letzten sieben Tagen mehr als 220 Corona-Neuinfektionen gegeben. Dadurch ist der Wert der 7-Tage-Inzidenz auf über 78 gestiegen. Besonders die britische Coronavirus-Mutation breitet sich aus.

Zwei größere Corona-Ausbrüche hat es in den letzten Tagen im Landkreis gegeben. Bei dem Lebensmittelproduzenten Hügli in Radolfzell wurde nach mehreren positiven Fällen ein Massentest durchgeführt. Inzwischen wurden 62 Mitarbeiter positiv getestet, sechs davon mit der britischen Mutation. Die infizierten Mitarbeiter wurden alle in Quarantäne geschickt. Von den dort verarbeiteten Lebensmittel gehe jedoch keine Gefahr aus, so das Kreisgesundheitsamt.

Britische Variante breitet sich aus

In Singen standen seit Freitag zwei komplette Wohnhäuser vorsorglich unter Quarantäne: Von 50 Bewohnern wurden zehn positiv getestet. Mittlerweile wurde die Quarantäne für eines der Häuser wieder aufgehoben. In den Häusern wohnten Mitarbeiter eines Stockacher Unternehmens, in dem es ebenfalls einen Corona-Ausbruch gab und wo erstmals im Landkreis die britische Mutante aufgetreten war.

Aktuell ist von 321 aktiven Corona-Infizierten mehr als jeder Dritte (124 Fälle) mit der britischen Coronavirus-Mutation B 1.1.7 angesteckt. Das teilte der Landkreis in einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag mit.

Derzeit keine Ausgangsbeschränkungen geplant

Auch wenn der Wert der 7-Tage-Inzidenz von 50 inzwischen deutlich überschritten wurde - aktuell liegt er bei 78 - seien Ausgangsbeschränkungen derzeit nicht geplant, teilte der Konstanzer Landrat Zeno Danner mit. Es sei eindeutig, dass sich das Virus im Kreis derzeit vor allem am Arbeitsplatz ausbreite, so Danner. Der Kreis appelliere stattdessen an die Unternehmen, sich an die strengen Hygiene-Konzepte zu halten. Auch in den Pausenräumen müssten sich die Mitarbeiter an die Abstands- und Hygieneregeln halten.

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