Schlange vor Zelt in Gutenzell (Foto: SWR, Martin Hattenberger)

Interessenten zelteten in der Kälte

Bauplatzvergabe in Gutenzell-Hürbel läuft

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In der Gemeinde Gutenzell-Hürbel (Kreis Biberach) hat am Mittwochmorgen die Vergabe von Bauplätzen begonnen. Einige Tagen lang zelteten Interessenten vor dem Rathaus, um einen der begehrten Plätze zu ergattern.

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20 Bauplätze in der 1.900-Einwohner-Gemeinde sollten nach dem sogenannten Windhundverfahren vergeben werden. Die ersten dürfen zuerst wählen. Seit mehreren Tagen warteten Bauplatzinteressenten deshalb in Zelten vor dem Rathaus. Die Gemeinde hatte am Freitag Schilder mit Zahlen aufgestellt, kurz darauf fanden sich bereits die ersten Interessenten ein.

Bürgermeisterin Monika Wieland (parteilos) sagte am Mittwochmorgen, den zumeist jungen Menschen in den Zelten mache das sogar Freude. Sie habe Hochachtung vor ihnen wegen des Durchhaltevermögens und des Miteinanders. SWR Reporter Martin Hattenberger war am Mittwochmorgen vor Ort und hat mit den Bauplatz-Bewerbern gesprochen:

Die Gemeinde hatte die Bauplätze ursprünglich bereits im September vergeben wollen. Das hatte der anhaltende Starkregen aber verhindert. 

Zahlreiche Bauplatzinteressenten verbrachten wegen dieses Windhundverfahrens kalte und schlaflose Nächte vor dem Gutenzeller Rathaus. Um auch die kalten Nächte zu überstehen, wurden die Schilder mit zwei Partyzelten überdacht und Heizstrahler installiert.

Großes Zelt steht in Gutenzell vor dem Rathaus (Foto: SWR, Heiner Vaut)
Der Sportverein stellte sein Partyzelt für die Bauplatzinteressenten in Gutenzell-Hürbel zur Verfügung. Heiner Vaut

Die Wartenden wurden von Freunden und Familien mit Essen versorgt und auf ihren Campingliegen immer wieder abgelöst.

"Eigentlich hat uns der ganze Ort unterstützt. Jeder hat mal was mitgebracht: Kuchen, Bier, Gas. Alle hatten Mitleid mit uns."

In einem der Zelte hing eine Dartscheibe, in dem anderen konnte man Fernsehen gucken. Die Stimmung sei gut gewesen, hieß es seitens der Interessenten, aber sie hätten auch auf das Campen verzichten können.

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