Burgruine Hohentwiel, Singen (Foto: SWR, Isabel Heine)

Eine der größten Festungsruinen Deutschlands

Burgruine Hohentwiel bei Singen

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Eine der bekanntesten Burgen des Landes steht im Kreis Konstanz. Die Festung Hohentwiel in Singen entstand im 10. Jahrhundert und ist heute eine der größten Festungsruinen Deutschlands.

Die Ruine Hohentwiel in Singen lockt normalerweise jährlich bis zu 90.000 Besucherinnen und Besucher an. Gebaut wurde die Burg als Herzogsburg und später genutzt als Herzogsschloss der Württembergischen Herzöge. Seit dem Dreißigjährigen Krieg war sie Garnisonsfestung, auf der nicht nur Soldaten untergebracht waren, sondern auch deren Familien.

Besucher mussten Steine schleppen

Die Burg war zu der Zeit als Garnisonsfestung schon in die Jahre gekommen und musste regelmäßig ausgebessert werden. Deshalb galt für alle Besucher: Wer Einlass in die Burg wollte, muss einen Stein den steilen Weg mit hinauftragen. Oben angekommen, seien die Gäste dafür auch belohnt worden, erzählt Birgit Rückert, Schlossverwalterin der Staatlichen Schlösser und Gärten. Man habe einen Becher oder Krug Wein gereicht bekommen. Die Gäste müssen das als reichlich empfunden haben, das jedenfalls lässt sich aus einem Eintrag im "Willkommbuch" der Burg schließen:

"Ich hab getragen gar nicht schwer, hingegen gesoffen desto mehr."

SWR-Reporterin Isabel Heine hat sich von Schlossverwalterin Birgit Rückert noch mehr Besonderheiten aus dem Ritterleben auf der Burg erzählen lassen. Und sie hat mit Besuchern gesprochen, die zum Grillabenteuer auf der Ruine extra aus Schaffhausen angereist sind.

Eindrücke von der Ruine Hohentwiel bei Singen

Burgruine Hohentwiel, Singen (Foto: SWR, Isabel Heine)
Eine Familie aus Schaffshausen hat auf der Burg gegrillt - ein richtiges Abenteuer, finden die Kinder. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
SWR-Reporterin Isabel Heine auf dem ehemaligen Paradeplatz. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
Eingang zur Garnisonsfestung Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
Tolle Aussicht auf die Stadt Singen. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
Die Burgherren hatte immer auch die anderen Burgen im Blick, die ebenfalls auf den Hegauvulkanen gebaut waren. Links ist der Hohenstoffel zu erkennen. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
Das Burgcafé kann jederzeit besucht werden, Eintritt muss man an dieser Stelle der Ruine noch nicht bezahlen. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen
Blick in Richtung Bodensee - bei klarem Wetter sieht man bis zu den Alpen. Auch der Rundumblick machte die Burg uneinnehmbar. Isabel Heine Bild in Detailansicht öffnen

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