Smartphone mit SMS-Benachrichtigung über den Katastrophenwarntag und Sirene auf einem Dach (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde)

Bundesweiter Warntag am 8. Dezember

In der Region Bodensee-Oberschwaben heulten Sirenen auf

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Wie gut Warnsysteme im Katastrophenfall funktionieren, ist am Donnerstag bundesweit getestet worden. Auch in der Region Bodensee-Oberschwaben waren mancherorts Sirenen zu hören.

Zwischen 11 Uhr und 11:45 Uhr haben Behörden am Donnerstag deutschlandweit getestet, wie gut im Ernstfall die Warnsysteme funktionieren. Auch in der Region Bodensee-Oberschwaben wurde Probealarm ausgelöst. Die Warnung kam vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Gewarnt wurde mit einer Meldung über Fernsehen, Radio, Warn-Apps und zum ersten Mal auch über eine direkte Push-Nachricht auf Handys. In manchen Kommunen in der Region sollten zusätzlich Sirenen zu hören sein.

15 Sirenen in Isny

Im Kreis Ravensburg heulten unter anderem in Isny Sirenen auf, hieß es vom Landratsamt. Dort wurden in diesem Frühjahr 15 neue Sirenen installiert. Im Katastrophenfall, etwa bei einem Großbrand oder schweren Überschwemmungen, könnten durch sie künftig bis zu 98 Prozent der Bevölkerung alarmiert werden, heißt es von der Stadt. Die Sirenen haben insgesamt über 250.000 Euro gekostet und wurden im Mai das erste Mal getestet.

Sirenen als Warnmittel im ländlichen Raum wichtig

Timo Riedel von der Feuerwehr Isny hält Sirenen als Warnmittel für sehr wichtig. Im ländlichen Raum seien sie zusätzlich zur Warnung vor Naturkatastrophen oder Bränden mit gefährlichen Stoffen noch eine große Hilfe für die jeweiligen Feuerwehren.

"Wenn die Sirene nachts runtergeht, werden die ein oder anderen Nachbarn hellhörig und können zum Beispiel Landwirten helfen, wenn ein Stall brennt. Gibt es nur die Alarmierung über Empfänger für die Feuerwehr, bekommen die Nachbarn nichts mit."

Generell würden Sirenen auch dafür gebraucht, um diejenigen zu warnen, die keine Mobiltelefone besitzen. Um die warnfähigen Sirenen wie in Isny flächendeckend nachzurüsten, müsse Geld für alle Gemeinden zur Verfügung gestellt werden, so Riedel.

Die Feuerwehr Baindt (Kreis Ravensburg) testete am Warntag laut Landratsamt zudem einen Lautsprecherwagen. Nicht jede Sirene im Landkreis Ravensburg, die durch die Kommunen für die Alarmierung der Feuerwehr genutzt wird, sei technisch in der Lage, den Ton für Warnung und den für Entwarnung abzuspielen. Der Ton für den Alarm für die Feuerwehr wurde an dem Tag nicht für die Warnung verwendet.

"Notfalltreffpunkte" werden in Friedrichshafen getestet

Auch die Freiwillige Feuerwehr Sigmaringen hat die Sirenenanlagen im Stadtgebiet und den Ortsteilen getestet, hieß es von der Stadt. In Friedrichshafen sollten pünktlich zum Warntag sogenannte Notfalltreffpunkte einsatzbereit sein. Außerdem hat die Stadt digital über verschiedene Kanäle mit einer neuen Broschüre und mit einem Stand der Feuerwehr auf dem Weihnachtsmarkt zum Thema informiert.

Erster Warntag 2020 fehlgeschlagen

Der erste bundesweite Warntag vor gut zwei Jahren wurde als "fehlgeschlagen" eingestuft, da zahlreiche Sirenen nicht funktionierten und Warn-Apps den Alarm zu spät sendeten.

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