Die Geishas ziehen langsam in Serpentinen das Bühnenbild herab. In den Falten des Papierblattes sind Stufen versteckt bei Madame Butterfly bei den Bregenzer Festspielen 2022 (Foto: SWR, Karin Wehrheim)

Aufführung im Festspielhaus fortgesetzt

Regenabsage für "Madame Butterfly" auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele

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Karin Wehrheim

Die Premiere der Puccini-Oper "Madame Butterfly" zum Start der diesjährigen Bregenzer Festspiele ist wegen Gewitter und Starkregen am Mittwochabend im zweiten Akt abgebrochen worden.

Rund 5.300 Premierengäste mussten nach knapp einer Stunde nach Hause gehen. Sie erhalten ihr Geld zurück, teilten die Festspiele über Lautsprecher mit. Für rund 1.700 Zuschauerinnen und Zuschauer mit den teureren Karten wurde "Madame Butterfly" im Festspielhaus der Vorarlberger Landeshauptstadt fortgesetzt.

Im Schnitt 1,8 Regenabsagen pro Sommer

Regenabsagen sind bei den Festspielen relativ selten, im langjährigen Mittel fallen 1,8 Seebühnen-Aufführungen pro Sommer aus. Die Bregenzer Festspiele waren am Mittwochvormittag feierlich eröffnet worden. Die Puccini-Oper ist bis zum 21. August noch 25 Mal zu sehen.

Das Bühnenbild zu "Madame Butterfly" erinnert an ein überdimensionales Blatt Papier, das leicht zerknüllt aus dem Wasser in den Himmel ragt. 26 Aufführungen wird es insgesamt geben. Für die meisten Abende sind nur noch Restkarten verfügbar.

Fast 190.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden bis zum 21. August auf der Seebühne erwartet bei Madame Butterfly bei den Bregenzer Festspielen 2022 (Foto: Bregenzer Festspiele/Anja Köhler)
Fast 190.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden bis zum 21. August auf der Seebühne erwartet. Bregenzer Festspiele/Anja Köhler Bild in Detailansicht öffnen
Geister in weißen Gewändern und mit weißen Fächern tanzen über die Bühne. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Geishas in roten Gewändern und mit roten Schirmen ziehen über den obersten Rand des Bühnenbilds - in 23 Metern Höhe über dem See. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Wie in Abendsonne getaucht wirkt das Bühnenbild. Aus dem Blatt Papier ragt ein Fahnenmast mit der amerikanischen Flagge. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Die Geishas ziehen langsam in Serpentinen das Bühnenbild herab. In den Falten des Papierblattes sind Stufen versteckt. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Cio-Cio-San wartet sehnsüchtig drei Jahre lang auf ihren amerikanischen Marineleutnant Pinkerton. Bregenzer Festspiele/Karl Forster Bild in Detailansicht öffnen
Das Bühnenbild, ein etwas zerknüllt wirkendes riesiges Blatt Papier, wird von zwölf Projektoren unterschiedlich beleuchtet. Bregenzer Festspiele/Karl Forster Bild in Detailansicht öffnen
Links von der Seebühne geht über dem Bodensee die Sonne unter, während auf dem Blatt Papier Videoprojektionen zu sehen sind. Bregenzer Festspiele/Karl Forster Bild in Detailansicht öffnen
Mal bläulich, mal grau, mal rot, mal gelb - so leuchtet die Seebühne der Bregenzer Festspiele. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Am Ende geht das Bühnenbild in Flammen auf. Oder doch nicht wirklich? Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen

220.000 Zuschauer in dieser Saison erwartet

Neben "Madame Butterfly" stehen die selten gespielte Oper "Sibirien" von Umberto Giordano und zahlreiche andere Produktionen sowie Konzerte im Festspielhaus, im Vorarlberger Landestheater und im Kunsthaus Bregenz auf dem Programm. Dazu erwarten die Festspiele in den kommenden fünfeinhalb Wochen insgesamt rund 220.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Die Bregenzer Festspiele finden seit 1946 jeden Sommer statt, lediglich im Corona-Jahr 2020 waren sie abgesagt.

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