In Friedrichshafen brannte in der Silvesternacht ein Carport. Die Feuerwehr evakuierte zwei benachbarte Wohngebäude.  (Foto: Pressestelle, Stadt Friedrichshafen)

Bilanz der Silvesternacht

Brände, Unfälle und Streitigkeiten in Region Bodensee-Oberschwaben

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Mehrere Brände und ein schwerer Verkehrsunfall - das ist die Bilanz der Silvesternacht in der Region Bodensee-Oberschwaben. Stellenweise schritt die Polizei bei Streitigkeiten ein.

Für die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr gab es in der Silvesternacht viel zu tun. Vor allem Feuerwerkskörper sorgten für zahlreiche kleinere und einige größere Brände. In Friedrichshafen wurde die Polizei zum Brand eines Carports gerufen. Weil das Feuer drohte, auf zwei Wohngebäude überzugreifen, wurden weitere Feuerwehrkräfte aus Markdorf hinzugerufen, um die Häuser zu evakuieren. Drei Menschen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt.

Auch in Pfullendorf-Gaisweiler (Kreis Sigmaringen) brannte in der Nacht ein Carport. Das Feuer griff auf ein benachbartes Wohngebäude über. Der Bewohner konnte sich laut Polizei ins Freie retten. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

In Singen (Kreis Konstanz) brannte eine Garage. Dabei entstand laut Polizei ein Schaden von rund 100.000 Euro. Der Brand war nach ersten Erkenntnissen durch Feuerwerkskörper verursacht worden, die noch geglüht hatten, als sie entsorgt wurden. In Orsingen (ebenfalls Kreis Konstanz) wurden vier Menschen durch Rauchgas verletzt, die versuchten einen Brand zu löschen, der durch eine verirrte Rakete entstanden war. Daneben habe es mehrere kleinere Brände von Mülltonnen oder Hecken gegeben, so die Polizei.

Streit wegen Feuerwerk

Die Feuerwerkskörper sorgten nicht nur für Brände, sondern in Kombination mit Alkohol auch für Ärger und Streitigkeiten. Die Beamten hätten mehrere Konflikte regeln müssen, die entstanden seien, weil es Streit ums Feuerwerk gegeben habe, so die Polizei in Konstanz. In Sipplingen (Bodenseekreis) rief ein Mann die Polizei, weil ein junger Mann ihn mit einer Schreckschusswaffe bedrohte. In Markdorf fühlten sich laut Polizei mehrere Jugendliche von einer anderen Gruppe bedroht, die mit Böller nach ihnen geworfen hätten.

Zwei Sanitäterinnen mussten nach einem Unfall im Kreis Biberach aus einem zerstörten Rettungswagen herausgeschnitten werden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Warnack)
Zwei Sanitäterinnen mussten nach einem Unfall im Kreis Biberach aus einem zerstörten Rettungswagen herausgeschnitten werden. picture alliance/dpa | Thomas Warnack

Schwerer Verkehrsunfall mit Rettungswagen

Bei einem Unfall mit einem Rettungswagen in Unlingen (Kreis Biberach) wurden zwei Sanitäterinnen schwer verletzt. Beide mussten aus dem Fahrzeug befreit und in eine Klinik gebracht werden. Laut Polizeiangaben war der Fahrer eines Pkw auf die Gegenfahrbahn geraten. Dabei stieß er mit dem entgegenkommenden Rettungswagen zusammen. Patientinnen oder Patienten befanden sich keine im Fahrzeug. Der Unfallverursacher sei in alkoholisiertem Zustand und ohne Führerschein unterwegs gewesen, so die Polizei. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von 260.000 Euro.

Junge durch "Sternenspritzer" verletzt

Im Kanton St. Gallen gab es in der Silvesternacht laut Polizei auffallend viele Brände und Feuer. Meist wurden diese durch Feuerwerkskörper und Raketen ausgelöst. Eine Frau wurde in Sargans verletzt, als ein Feuer aus einer Feuerschale auf ihre Kleidung übergriff. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt verzeichnete die Polizei im gesamten Kanton St. Gallen über 100 Einsätze.

Im Kanton Thurgau sei die Silvesternacht ohne größere Zwischenfälle verlaufen, so die Polizei. Neben kleineren Streitigkeiten und Bränden wurde einem Autofahrer der Führerschein abgenommen, weil er zu viel Alkohol getrunken hatte.

In Dornbirn in Vorarlberg wurde ein achtjähriger Junge verletzt, als er in einen sogenannten "Sternenspritzer" griff. Laut Polizei wurde ein 16-jähriges Mädchen durch einen Knallkörper verletzt, der neben ihrem Ohr explodierte.

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