ein tiefer Bodenseepegel (Foto: SWR)

Auswirkungen des Hitzesommers

Hohe Wassertemperatur im Bodensee schadet Aalen

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Die steigenden Temperaturen produzieren Gewinner und Verlierer unter den heimischen Arten. Für die Aale könnte das Wasser in den kommenden Jahren zu warm werden.

Mitte August lag der Pegel des Bodensees fast einem Meter unter den ansonsten zu dieser Jahreszeit gemessenen Werten. Das war nicht nur lästig für Urlauberinnen und Urlauber, sondern wirkte sich für einige der tierischen Seebewohner sogar lebensbedrohlich aus. Laut Alexander Brinker von der Fischereiforschungsstelle Langenargen (Bodenseekreis) schaden zu hohe Wassertemperaturen den heimischen Fischen - insbesondere den Aalen.

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Tote Aale bei Konstanz angespült

Zahlreiche tote Exemplare wurden Mitte August bei Konstanz gefunden - die Wassertemperatur betrug 26 Grad. Den Wasserpflanzen bereitet der wechselnde Wasserpegel keine Probleme - allerdings haben sich die Grünalgen deutlich ausgebreitet und bilden nun an einigen Stellen große Teppiche, die Badenden Unbehagen bereiten.

Temperaturen begünstigen invasive Arten

Wenn die Temperaturen weiter steigen, wird es laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fischereiforschungsstelle bei den Bodenseefischen Gewinner und Verlierer geben. Demnach profitieren Wels und Karpfen vom wärmeren Wasser, auch invasive Arten werden durch steigende Temperaturen begünstigt - der Rest der heimischen Fischwelt dagegen leidet.

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SWR