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In der Region Bodensee-Oberschwaben gibt es bisher mindestens 15 Corona-Tote. Der Umgang mit ihnen stellt Bestatter vor eine besondere Herausforderung. Viele klagen vor allem über zu wenig Schutzausrüstung.

Denn am Coronavirus (Covid-19) Verstorbene gelten als ansteckend. Deshalb müssen Bestatter schon beim Abholen Schutzkleidung tragen, inklusive Mundschutz. Einen solchen braucht auch die Leiche, da von ihr ausströmende Luft Viren freisetzen kann.

Strengere Regeln bei Infizierten

Doch Schutzausrüstung sei momentan kaum zu bekommen, sagte eine Bestatterin aus Konstanz dem SWR. Dazu komme die Unsicherheit, ob Verstorbene nicht vielleicht unerkannt dem Coronavirus erlegen seien. Covid-19-Verstorbene dürfen in manchen Landkreisen auch nur nach Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgebahrt werden.

Beerdigungen häufiger ohne Trauerredner

Beratungsgespräche mit Angehören führen die Bestatter nach eigenen Angaben vermehrt telefonisch, von einer aufgebahrten Leichnam dürfen nicht mehr mehrere Hinterbliebene gleichzeitig Abschied nehmen. Durch die Begrenzung auf fünf Trauergäste beim Begräbnis verzichteten viele auch auf Trauerredner.

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