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Der traditionelle Blutritt in Weingarten (Kreis Ravensburg) ist am Freitagmorgen wegen Corona nur im ganz kleinen Rahmen begangen worden. Die große Reiterprozession musste wie schon im vergangenen Jahr abgesagt werden.

Um 7 Uhr wurde die Heilig-Blut-Reliquie auf dem Basilikavorplatz an Blutreiter-Dekan Ekkehard Schmid übergeben. Den Dekan begleiteten dabei nur wenige Reiter. Sie mussten einen negativen Corona-Test haben.

Anschließend begab sich die kleine Gruppe auf eine Mini-Prozession in die Fluren nahe Weingarten. Der Prozessionsweg war geheim, Zuschauer waren nicht zugelassen. Unterwegs machte die Gruppe bei Köpfingen Halt für eine Andacht. Danach ging es zurück zur Basilika in Weingarten. Dort wurde dann ein Festgottesdienst mit Generalvikar Clemens Stroppel aus Rottenburg gefeiert. Der Gottesdienst wurde auch im Internet übertragen.

Blutreiter-Dekan Ekkehard Schmid wird auf seiner Prozession nur von wenigen Reitern begleitet. (Foto: SWR, Dirk Polzin)
Blutreiter-Dekan Ekkehard Schmid wurde auf seiner Prozession nur von wenigen Reitern begleitet. Dirk Polzin Bild in Detailansicht öffnen
Mit Abstand stellten sich die Reiter vor der Prozession auf dem Platz vor der Basilika auf. Dirk Polzin Bild in Detailansicht öffnen
Bei Köpfingen mit Blick auf das Schussental hielt Blutreiter-Dekan Ekkehard Schmid eine kleine Andacht. Dirk Polzin Bild in Detailansicht öffnen
Am Ende der Prozession wurde vor der Basilika in Weingarten noch der Schluss-Segen gesprochen. Dirk Polizin Bild in Detailansicht öffnen
Reiter und Fahnenträger stellten sich vor der Basilika auf bevor es zum Festgottesdienst ging. Dirk Polzin Bild in Detailansicht öffnen

Inzidenzwerte erlaubten keine große Prozession

In früheren Jahren kamen am Blutfreitag in Weingarten 2.000 Reiter und tausende Pilger zusammen. Wären die Infektionszahlen niedriger, hätte jede der rund 100 Blutreitergruppen zwei Reiter nach Weingarten schicken dürfen, erstmals wären auch Reiterinnen zulässig gewesen. Doch bei der aktuellen Inzidenz im Kreis Ravensburg erlaubte die Diözese Rottenburg-Stuttgart auch das nicht. Deshalb gab es wie im Vorjahr nur ein "Blutrittle", wie ihn Blutreiter Ekkehard Schmid nennt.

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