Konstanz im Nationalsozialismus

Neue Dauerausstellung im Rosgartenmuseum

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In Konstanz wird am Samstag eine neue Ausstellung im Rosgartenmuseum eröffnet. Es geht um die NS-Zeit in der größten Stadt am Bodensee. Gezeigt werden viele neue, bislang unbekannte Zeitdokumente.

Neue Dauerausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz. "Konstanz im Nationalsozialismus" (Foto: SWR, Fiehler)
Die erste Station der neuen Dauerausstellung. Hier wird erklärt, wie in Deutschland aus einer funktionierenden Demokratie eine Diktatur wurde, zum Beispiel durch das Verbot der freien Gerichte und das Ausschalten der Gesetzgebung. Fiehler
Der "Hitler-Gruß": Ab 1933 im Alltag verpflichtend. Schilder wie dieses ermahnten die Bevölkerung, systemkonform zu grüßen. Fiehler
Im April 1945 eilig heruntergeschlagen, später in einem Konstanzer Haushalt sorgfältig wieder zusammengesetzt: Hitler Büste aus einer Konstanzer Behörde. Kellerfund von 2022. Fiehler
Zellentür aus dem Konstanzer Gestapo-Gefängnis in der Mainaustraße: Ein beklemmendes Relikt des Unterdrückungsapparates. Fiehler
Die Ausgehuniform eines Stabsfeldwebels der Wehrmacht mit Schießschnur und Ordensschnalle. Der Träger, ein überzeugter Wehrmachtssoldat und späterer Berufssoldat der Bundeswehr, bewahrte die Uniform jahrzehntelang auf. Fiehler
Erste Ausgabe der im Herbst 1945 neu gegründeten Tageszeitung "Südkurier". In den ersten zwei Jahren ihres Erscheinens fanden in der Zeitung engagierte Debatten über den angemessenen Umgang mit Tätern und "Mitläufern" des Nationalsozialismus statt. Fiehler
Kinder einer jüdischen Konstanzer Familie, einige von ihnen in der patriotischen Matrosenkleidung, die um 1900 Mode war. Fiehler
Stück einer Thora-Rolle mit Spuren des Brandanschlages auf die Konstanzer Synagoge vom 9. November 1938. Der damalige Museumsdirektor Dr. Bruno Leiner nahm das Relikt aus den Trümmern an sich und versteckte es auf einem Dachboden, wo es erst 2009 wiedergefunden wurde. Fiehler
Mitglieder der Konstanzer "Hitler-Jugend", aufgenommen auf einem Sommerlager der HJ, um 1935. Fiehler
Links: Klingelschild eines Altstadthauses. Mit der Emigration und nach der Deportation der Juden im Oktober 1940 wurden ihre Namen eilig von den Klingelschildern entfernt. Rechts: Schmuckstück der Aussteuer für die Tochter Elisabeth aus dem Konstanzer Haushalt der 1939 nach Palästina emigrierten Familie Dr. Erich und Liesel Bloch. Fiehler
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