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Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen stellt sich wegen der Corona-Krise auf einen starken Umsatzrückgang im laufenden Jahr ein. Bereits 2019 sanken Umsatz und Gewinn, teilte der Konzern mit.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

ZF erwarte im April in Nordamerika und Europa ein Minus von 50 Prozent, deshalb rechne das Unternehmen für das laufende Jahr Szenarien mit einem zweistelligen Umsatzeinbruch durch. Das gab der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf Henning Scheider bei der Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag per Videoschalte bekannt.

Produktion in Europa heruntergefahren, in China läuft sie wieder

Es werde eine Zeit nach Corona geben, so der Vorstandsvorsitzende Scheider, es sei aber ungewiss, ob die Menschen dann wieder die finanziellen Mittel hätten, Fahrzeuge zu kaufen. ZF hat wegen Corona die Produktion und Verwaltung in Deutschland und Europa heruntergefahren. Die Arbeit in den Werken in China laufe aber bereits wieder an. Die Auslastung liege dort schon bei 90 Prozent.

"Ich bin überzeugt, dass wir die Krise gemeinsam bewältigen werden."

ZF-Vorstandsvorsitzender Wolf Henning Scheider

Nach Unternehmensangaben brach der Gewinn bereits im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte ein, er lag vor Steuern bei 540 Millionen Euro. 2019 hatte der Konzern vom Bodensee wegen der sinkenden Fahrzeug-Nachfrage auch deutlich weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr: 36,5 Milliarden Euro.

Die Übernahme des Bremsenherstellers Wabco für etwa 6,2 Milliarden Euro laufe trotz der Corona-Krise weiter und soll im zweiten Quartal 2020 abgeschlossen sein. Der Kauf bleibe ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftsstrategie von ZF.

Von der ZF-Video-Pressekonferenz berichtete SWR-Reporterin Isabel Heine im Gespräch mit Friederike Fiehler:

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