Ein Schild weist auf Parkgebühren oder Anwohnerparkausweis hin. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Umstieg auf ÖPNV gewünscht

Bewohnerparken: Ausschuss in Konstanz mildert geplante massive Gebührenerhöhung ab

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Der Konstanzer Technik- und Umweltausschuss hat am Donnerstagabend eine geplante massive Gebührenerhöhung für Bewohnerparken abgemildert. Der ursprüngliche Vorschlag war, die Gebühren von jährlich 30 auf 240 Euro zu erhöhen.

Laut Ausschuss soll in Konstanz das Bewohnerparken nun nicht 240 Euro, sondern künftig 120 Euro pro Jahr kosten. Diesem Vorschlag muss Anfang Juni auch noch der Gemeinderat zustimmen. Der Hintergrund ist, dass Konstanz bis 2035 klimaneutral werden will.

Menschen sollen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen

Die Erhöhung der Gebühren soll Menschen dazu bringen, vom Auto auf Rad oder Bus umzusteigen. Die Stadt soll als Lebensraum attraktiver werden und nicht mit Autos zugeparkt sein, hieß es im ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung. Und nicht zuletzt wolle Konstanz auch mehr Geld einnehmen.

Möglich ist die Parkgebühren-Erhöhung durch eine neue Landesverordnung. Danach können die Kommunen die Bewohnerparkgebühren am Wert der Fläche bemessen. Zuvor galt eine Obergrenze von 30,70 Euro pro Jahr. Mittlerweile können die Bundesländer eigenständig die Gebührensätze festlegen - oder das an die Kommunen delegieren.

Andere Städte in der Region haben Gebühren schon erhöht

Andere Städte in der Region Bodensee-Oberschwaben haben ihre Gebühren bereits angepasst: In Ravensburg soll das Bewohnerparken in Stufen von 30 über 80 bis auf 180 Euro angehoben werden. In Friedrichshafen kostet es statt jährlich 30 Euro nun 90 Euro.

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