Skifahrer fahren im Skigebiet Damüls den Berg hinunter. Im Hintergrund sind schöne beschneite, weiße Berggipfel zu sehen. (Foto: SWR, Frederike Roser)

Steigende Energiekosten

Skifahren im Allgäu und in Vorarlberg wird teurer

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In den Wintersportgebieten im Allgäu, in Vorarlberg und der Ostschweiz müssen Gäste in der kommenden Saison wegen der steigenden Energiekosten mit höheren Preisen und möglichen Einschränkungen rechnen.

Viele Bergbahn-Betreiber im Allgäu, in Vorarlberg und der Ostschweiz werden im Zuge von Inflation und Energiekrise in der kommenden Saison ihre Ticketpreise erhöhen. Die Bergbahnen Wildhaus im schweizerischen Toggenburg zum Beispiel schlagen fünf Prozent auf - der Tagesskipass kostet künftig 58 statt 55 Franken. Ob es auch zu Einschränkungen im Fahrbetrieb kommt, kann Geschäftsführer Urs Gantenbein noch nicht sagen: Im schlimmsten Fall ordne der Schweizer Bund bei einer Strom-Mangellage an, dass die Lifte abgestellt werden.

SWR-Reporterin Stefanie Baumann über die Bergbahnen und die Folgen der hohen Energiepreise:

Bahnen könnten langsamer fahren, um Energie zu sparen

Bei den Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen steigen die Preise für Skipässe sogar um zehn Prozent. Eine Tageskarte, gültig an allen 48 Anlagen und Liften in Oberstdorf und im Kleinwalsertal, kostet in der neuen Saison 57,50 Euro. Damit könne man natürlich nicht alle Preissteigerungen auffangen, so Sprecher Jörn Homburg. Deshalb überlege man seit Wochen, wie man Kosten und Energie einsparen könnte. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, die Bahnen zu bestimmten Zeiten langsamer fahren zu lassen oder Sitzheizungen auszuschalten.

Auch die Bergbahnen Flumserberg im Kanton St. Gallen haben verschiedene Sparmaßnahmen geprüft. Denkbar sei zum Beispiel, gewisse Anlagen zu schließen, die Öffnungszeiten einzuschränken oder die Bahnen langsamer laufen zu lassen, so der Geschäftsführer in einem Zeitungsinterview.

Viele Bergbahn- und Liftbetreiber wollen noch abwarten

Im Vorarlberger Skigebiet Mellau-Damüls will man sich noch nicht auf mögliche Einschränkungen oder Sparmaßnahmen festlegen. Eine Sprecherin sagte, man werde abwarten und die Situation beobachten. Wenn gespart werde, dann so, dass der Gast es möglichst nicht merke. Auch aus der Region Silvretta Montafon heißt es, man bereite sich auf verschiedene Szenarien vor, könne aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Aussagen machen, so Sprecherin Annika Hartmann. Die Energiekosten und die Energiesicherheit seien im Moment sicher die größte Herausforderung in der Branche.

Auch im Allgäuer Skigebiet Berger Höhe bei Wangen sind die Liftbetreiber noch zurückhaltend. Man wisse nicht, wie sich der Strompreis entwickele und wie es sich auswirke. Noch sei nichts entschieden. Im vergangenen Winter stand der Lift auf der Berger Höhe komplett still - mangels Schnee und wegen Corona.

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