Rinder auf Weide

Attacke beim Eintreiben von Vieh

Bäuerin in Leutkirch im Allgäu vermutlich von Bulle getötet

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In Leutkirch im Allgäu ist am Montagabend eine Bäuerin auf einer Weide ums Leben gekommen, vermutlich wurde sie von einem Bullen überrannt. Wie gefährlich sind Rinder, wenn man ihnen begegnet?

Nach Polizeiangaben wurde die 53-jährige Bäuerin vermutlich beim Eintreiben des Viehs von einem Bullen angegriffen und tödlich verletzt. Sie starb noch auf dem Hof an ihren schweren Verletzungen. Laut Polizei war die Frau dabei, die Rinder von der Weide in den Stall zu treiben. Als die Tiere nicht auf dem Hof ankamen, wurden Familienangehörige misstrauisch und suchten nach der Frau. Sie fanden die 53-Jährige leblos auf der Weide. Sie hatte schwere Verletzungen im Oberkörperbereich. Der 900 Kilogramm schwere Bulle stand laut Polizei neben ihr.

Kuh schleuderte Mann in Mengen durch die Luft

Erst in der vergangenen Woche ereignete sich in Mengen (Kreis Sigmaringen) ein Unfall mit einem Rind, allerdings mit weniger schlimmem Ausgang. Beim Schlachthof in Mengen hatte sich laut Polizei eine Kuh losgerissen und ihren Besitzer durch die Luft geschleudert. Der 62-Jährige wurde leicht verletzt.

Wangener Tierarzt rät zu Abstand

Kühe, die zum Beispiel ihre Kälber beschützen, oder ältere Bullen können für Menschen gefährlich werden und sollten nicht unterschätzt werden. Der erfahrene Tierarzt Karl Schuwerk aus Niederwangen bei Wangen im Allgäu rät, im Umgang mit Rindern Abstand zu halten, sich mit einem Stock zu bewaffnen und nie den Tieren den Rücken zu kehren. Vor allem Wanderer sollten sich davor hüten, die offiziellen Wege zu verlassen und über bewirtschaftete Wiesen zu laufen. Im SWR-Interview mit Tina Löschner gibt Schuwerk Tipps, wie man sich vor dem Angriff einer Kuh oder eines Bullen schützen kann.

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SWR