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Hupen, blinken, Vogel zeigen - es gibt viele Arten, wie Autofahrer untereinander kommunizieren. Was erlaubt ist und was man lieber lassen sollte, erklärt Verkehrsrechtler Franck Cariot aus Ravensburg.

Wann darf ich hupen, wann die Lichthupe benutzen?

Der Blinker ist nur dazu da, Fahrtrichtungszeichen zu geben, zum Beispiel beim Spurwechsel, beim Abbiegen oder beim Überholen. Zur weiteren Kommunikation ist blinken in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen.

Hupe und Lichthupe sind dazu da, andere auf Gefahren hinzuweisen. Franck Cariot, Verkehrsrechtler aus Ravensburg erklärt: "In der Straßenverkehrsordnung ist das einer der wenigen Fälle, die gesetzlich geregelt sind, in denen ich die Hupe und Lichthupe anwenden darf, allerdings nur außerhalb geschlossener Ortschaften. Ich muss natürlich immer darauf achten, dass ich dabei nicht den Verkehr gefährde - also dabei zum Beispiel nicht den Gegenverkehr blende."

Wer beispielsweise hupt, um einen langsamen Autofahrer anzutreiben oder um jemanden zu grüßen, der kann mit einem Bußgeld bestraft werden.

Welche Zeichen sind verboten?

Bis zu 4.000 Euro kann der Stinkefinger kosten. Er erfüllt ebenso den Straftatbestand der Beleidigung wie der Scheibenwischer, der vor Gericht bei 1.000 Euro liegt. Jemanden den Vogel zu zeigen kann 700 Euro kosten.

Sitzt uns ein auffahrendes Fahrzeug im Nacken und wir meinen, den Drängler durch abruptes Abbremsen zur Raison bringen zu müssen, erfüllt das streng genommen den Straftatbestand der Nötigung. Kommt es zum Unfall, wird die Schuld aber möglicherweise verteilt.

"Derjenige, der abrupt bremst, um den hinterher Fahrenden zu disziplinieren, weil er meint, der Sicherheitsabstand genügt nicht, der haftet, weil er eine Gefahr setzt, weil er die gegenseitige Rücksichtnahme verletzt. Aber der Auffahrende haftet beim Auffahrunfall in der Regel ohnehin immer, weil der Unfall hätte sich nicht ereignet, wenn er den Sicherheitsabstand eingehalten hätte", erläutert Franck Cariot.

Ebenfalls verboten ist es, mit der Lichthupe vor Radarfallen zu warnen. Andere Formen der Warnung - wie etwa durch ein Hinweisschild - sind nicht verboten, sofern sie nicht die Verkehrssicherheit stören.

Wer haftet bei Missverständnissen?

Der Autofahrer vor mir blinkt erst links, dann rechts. Ich gehe davon aus, dass er mir damit signalisieren will, dass die Straße vor ihm frei ist. Falls das ein Irrtum war, ist das in den meisten Fällen mein Problem. Denn als Autofahrer kann man nicht darauf vertrauen, was einem andere signalisieren.

Auch wenn mir ein anderer Verkehrsteilnehmer per Lichthupe die Vorfahrt gewährt, ist Vorsicht geboten. Denn im Zweifel wird man gar nicht nachweisen können, dass der andere mir ein solches Zeichen gegeben hat.

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