Silvesterchläuse bei ihrem Umzug im Appenzellerland (Foto: Pressestelle, Appenzellerland Tourismus AR/Daniel Ammann)

Uralter Brauch mit Kostümen, Masken und Jodeln

Silvesterchläuse läuten im Appenzellerland neues Jahr ein

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Im Appenzellerland wurde am Donnerstag in mehreren Gemeinden der sogenannte "Alte Silvester" gefeiert. Gäste von auswärts waren dieses Mal wegen der Corona-Pandemie allerdings nicht erwünscht.

Nur wenn sich alle an die geltenden Regeln halten würden, könne das Brauchtum ohne Folgen ausgelebt werden, heißt es von der Kantonsregierung. Die Behörden boten im Vorfeld Teststationen für die Silvesterchläuse an und kontrollierten, ob die Regeln eingehalten wurden. Ab dem frühen Morgen waren die Chläuse mit ihren Schellen unterwegs, jodelten andächtig vor den Höfen und wünschten den Bewohnern ein gutes neues Jahr.

Kopfbedeckungen in Handarbeit hergestellt

Dabei gibt es drei Arten von Chläusen, die "schöne Chläus", die "wüeschti Chläus" und die "Naturchläus". Die Schönen tragen kunstvoll verzierte Kopfbedeckungen mit Szenen aus dem bäuerlichen Leben, die in Handarbeit angefertigt werden. Die Wüsten und die Naturchläuse haben kunstvolle, wild geschmückte Hüte, Hauben und furchterregende Masken. Der Brauch richtet sich nach dem julianischen Kalender, dem zufolge das neue Jahr am 13. Januar beginnt.

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