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Alice Weidel, AfD-Landesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende vom AfD-Kreisverband Bodensee, wird ihre Partei in den Bundestagswahlkampf führen - gemeinsam mit Bundesparteichef Tino Chrupalla. Das teilte ein AfD-Sprecher am Dienstag mit.

Alice Weidel sitzt für den Wahlkreis Bodensee im Bundestag. Dort ist die 42-Jährige AfD-Fraktionschefin. Tino Chrupalla, 46 Jahre alt, kommt aus dem Wahlkreis Görlitz in Sachsen. Die beiden erreichten als Spitzenduo bei einer Mitgliederbefragung eine Zustimmung von 71 Prozent. Sie setzten sich damit gegen ihre Mitbewerber, die Gießener Digitalpolitikerin Joana Cotar und den niedersächsischen AfD-Politiker Joachim Wundrak, durch. Die rund 32.000 AfD-Mitglieder konnten seit März online über ihr bevorzugtes Zweierteam abstimmen. Parteiangaben zufolge nahmen rund 14.800 Mitglieder an der Befragung teil, das entsprach einer Beteiligung von 48 Prozent.

Unterstützung von Höcke-Lager

Die beiden Zweierteams stehen für verschiedene Strömungen in der Partei. Cotar und Wundrak zählen zum Lager um Parteichef Jörg Meuthen, der einen gemäßigten Kurs vertritt. Das Duo Weidel/Chrupalla kann auf Unterstützung des rechtsnationalen Lagers der AfD um den Thüringer Björn Höcke zählen.

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Abgeordneter Gögel: Klarer Auftrag für erfolgreichen Wahlkampf

Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete und AfD-Fraktionsvorsitzende Bernd Gögel hat in einer Pressemitteilung den Sieg des Spitzenduos als klaren Auftrag der Mitglieder gewertet, jetzt einen erfolgreichen Bundestags-Wahlkampf zu führen. "Ich gratuliere dem Team zur Wahl, wünsche beiden viel Erfolg und natürlich auch das nötige Quäntchen Glück bei den anstehenden politischen Entscheidungen."

Er habe nicht erwartet, dass die Mitgliederbefragung so deutlich ausfalle, so Gögel. "Die Mischung Mann - Frau, Ost - West und Akademikerin - Handwerker deckt das Spektrum der AfD als Volkspartei hervorragend ab", erklärte der Landtagsabgeordnete in der Mitteilung. "Jetzt heißt es für beide: Ärmel hochkrempeln und die Partei zu dem Wahlergebnis führen, das es braucht, um unserer Land endlich vom Kopf auf die Füße zu stellen", so Gögel weiter.

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