Die "Bodensee-Weihnacht" in Friedrichshafen ist abgesagt. (Foto: SWR, Rebecca Lüer)

Wegen hoher Corona-Zahlen in Oberschwaben und am Bodensee

Alle großen Weihnachtsmärkte abgesagt

STAND

Immer mehr Städte und Gemeinden am Bodensee und in Oberschwaben sagen wegen der hohen Corona-Zahlen ihre Advents- und Weihnachtsmärkte ab - jetzt auch Konstanz und Friedrichshafen.

Der Konstanzer Adventsmarkt ist am Dienstagabend abgebrochen und vorzeitig beendet worden. Das teilten die Veranstalter mit. Sie hatten den Weihnachtsmarkt vergangene Woche eröffnet, es galt die 2G-Regel. Jetzt sehe man sich gezwungen, aufgrund der sich rasant verschlechternden Corona-Lage und der verschärften Corona-Maßnahmen den Markt abzubrechen, so die Veranstalter. 2G-Plus sei nicht durchführbar.

Einpacken auf dem Konstanzer Adventsmarkt - die Absage kam am Dienstagabend. (Foto: SWR, Hildegard Eichenhofer)
Einpacken auf dem Konstanzer Adventsmarkt - die Absage kam am Dienstagabend. Hildegard Eichenhofer

2G-Plus auf Weihnachtsmärkten

Seit Mittwoch ist in Baden-Württemberg die Alarmstufe II in Kraft. Damit gilt auf Weihnachtsmärkten die 2G-Plus-Regel. Das heißt, der Zugang ist nur Geimpften oder Genesenen erlaubt, die zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können.

Verschärfte Corona-Regeln nicht umsetzbar

Am Dienstagabend hat nun auch die Stadt Friedrichshafen ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. Hintergrund seien die neuen Vorgaben des Landes, heißt es in einer Pressemitteilung. Man bedaure sehr, dass die Entscheidung so kurzfristig fallen musste, teilt Bürgermeister Dieter Stauber (SPD) mit. Die angekündigten, verschärften Regeln des Landes ließen sich auf der "Bodensee-Weihnacht" nicht umsetzen.

Schnelle Hilfen für Markt-Beschicker gefordert

Erste Standbetreiber hätten bereits angefangen, ihre Hütten einzuräumen, so Stauber. Die "Bodensee-Weihnacht" sollte am Freitag eröffnet werden. Stauber spricht sich dafür aus, dass das Land über eine schnelle Hilfe für die Weihnachtsmarkt-Beschicker entscheidet. Noch am Montag, einen Tag vor der Absage, hatte Stauber betont, man wolle den Weihnachtsmarkt mit mehr als 60 Buden und Ständen eröffnen.

Enttäuschung bei den Standbetreibern

Für die Schausteller und Buden-Besitzer heißt das: Alles, was sie in den letzten Tagen liebevoll aufgebaut haben, müssen sie nun wieder einpacken. Für diejenigen, die schon jede Menge Speisen und Getränke eingekauft haben, ein Desaster - und auch für alle, die einen aufwendigen Aufbau hatten. Wie für Karl Kollmann, den Betreiber der Weihnachtspyramide in Friedrichshafen. Er hat viel Geld investiert und steht jetzt erstmal ohne Einnahmen da:

  • Folgende Weihnachtsmärkte sind bisher abgesagt:
  • Ravensburg
  • Isny im Allgäu
  • Bad Wurzach
  • Wolfegg
  • Biberach
  • Laupheim
  • Sigmaringen
  • Überlingen
  • Markdorf
  • Friedrichshafen
  • Kressbronn
  • Meersburg
  • Tettnang
  • Langenargen
  • Salem
  • Hafenweihnacht Lindau
  • Radolfzell
  • Engen
  • Konstanz
  • Singen
  • Allensbach
  • Reichenau

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