Welche Auswirkungen haben neue Tierarten? Quagga-Muscheln im Bodensee bereiten Probleme

Die Quagga-Muschel, ursprünglich heimisch im Schwarzen Meer, ist vor drei Jahren zum ersten Mal im Bodensee gesichtet worden. Die Muschel ist nicht giftig, verbreitet sich aber mit einer enormen Geschwindigkeit im Bodensee.

Die Quagga-Muscheln kamen vermutlich an Schiffsrümpfen vom Schwarzen Meer in den Bodensee. Die Muschel macht inzwischen besonders dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen zu schaffen. Ihre enorme Verbreitung könnte sich sogar auf den Wasserpreis der vier Millionen Bodensee-Trinkwasser-Kunden in ganz Baden-Württemberg auswirken.

Unzählige der kleinen Muscheln haben sich in den vergangenen drei Jahren am Grund des Bodensees angesiedelt: bis zu 15.000 auf einem Quadratmeter. Und anders als die heimischen Muschelarten dringt der Neuankömmling in größere Tiefen vor, wo er die Ansaugrohre der Bodensee-Wasserversorgung verstopft. Der Qualität des Trinkwassers schaden die Muscheln zwar nicht, sie stellen die Bodensee-Wasserversorgung aber vor große technische Herausforderungen. Und auch für das Ökosystem des Bodensees sind die Quagga-Muscheln eine Gefahr.

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