Die Firmenzentrale von ZF in Friedrichshafen. (Foto: dpa Bildfunk, Daniel Kalker)

Automobilzulieferer aus Friedrichshafen US-Behörde weitet Ermittlungen wegen ZF-Airbags aus

Der Friedrichshafener Automobilzulieferer ZF steht im Fokus von Untersuchungen der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde. Es geht um Airbags in Millionen von Autos in den USA.

Die Airbags des Automobilzuliefereres ZF Friedrichshafen sollen laut US-Verkehrssicherheitsbehörde möglicherweise bei einem Unfall nicht auslösen. Rund 12,3 Millionen Fahrzeuge sollen betroffen sein. Zunächst war man von einer halben Million betroffener Fahrzeuge ausgegangen.

Steuerungseinheit an Airbags schuld?

Die Behörde hatte am Dienstag vor der Gefahr gewarnt, dass die Airbags wegen einer elektrischen Überlastung nicht wie vorgesehen beim Aufprall auslösen. Das Problem liege möglicherweise an einer Kontrolleinheit, die von der amerikanischen ZF-Tochter TRW stamme. Es könne auch die Gurtstraffer betreffen. Laut der Behörde geht es um Airbags in Autos von Fiat Chrysler, Hyundai, Honda, Mitsubishi, Toyota und Kia mit Baujahren von 2010 bis 2019.

Auf SWR-Anfrage teilte ZF mit, das Unternehmen arbeite eng mit den US-Behörden zusammen. Ein Unternehmenssprecher in den USA betonte, dass ZF die Verkehrsbehörde und die betroffenen Autobauer von sich aus informiert habe. Man fühle sich der Verkehrssicherheit verpflichtet, hieß es in einer Stellungnahme.

Defekt mit tödlichen Folgen

Der US-Verkehrssicherheitsbehörde zufolge stehen mindestens ein Todesfall und zwei Unfälle mit Verletzten mit dem Defekt in Verbindung. Sie hatte bereits 2018 begonnen zu ermitteln.

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