Tor zum ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen mit der Aufschrift "Arbeit macht frei". (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Vorwurf der Volksverhetzung Konkrete Ermittlungen gegen AfD-Gruppe vom Bodensee

Nach der rechten Hetze in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen kommen die Ermittlungen voran. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun gegen zwei Männer aus dem Raum Bodensee-Oberschwaben Vorwürfe der Volksverhetzung.

Die zwei Männer waren Mitglieder einer AfD-Besuchergruppe aus dem Wahlkreis Bodensee, die im Juli die Gedenkstätte besucht hatte. Sie sollen bei einer Führung die NS-Verbrechen verharmlost und die Existenz des Holocausts in Frage gestellt haben, sagte der leitende Staatsanwalt in Neuruppin dem SWR.

Mögliche Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung

Nähere Angaben zu den Beschuldigten wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Ihnen droht wegen Volksverhetzung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Die beiden Männer haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft Neuruppin nun Zeit, sich bei der Polizei in Baden-Württemberg zu den Vorwürfen zu äußern.

Einladung von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel aus dem Wahlkreis Bodensee

Die Männer hatten die Führung in der Mahnstätte im Juli vergangenen Jahres permanent gestört, bis sie abgebrochen werden musste. AfD-Fraktionschefin Alice Weidel hatte die Gruppe eingeladen. Sie sitzt für den Wahlkreis Bodensee im Bundestag.

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