Steuerfahnder (Foto: dpa Bildfunk, SWR, Picture Alliance)

Verdacht der Steuerhinterziehung in Lindau 50 Steuerfahnder durchsuchen Stadtverwaltung

Steuerfahnder haben verschiedene Gebäude der Stadtverwaltung Lindau durchsucht. Es besteht der Verdacht, dass die Stadt bei den Einnahmen aus Parkgebühren Steuern hinterzogen hat.

Bei der Razzia im Rathaus seien nicht nur 20, wie zuvor berichtet, sondern 50 Steuerfahnder und vier Staatsanwälte vor Ort gewesen. Das hat laut Bayerischem Rundfunk die Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigt.

Die Stadt Lindau hat sich in einer Pressemitteilung zu der Durchsuchung geäußert. Der Vorwurf laute, dass die Steuererklärung für Einnahmen aus Parkgebühren für 2010 bis 2013 zu spät abgegeben worden sei. Außerdem soll zu wenig Kapitalertragssteuer gezahlt worden sein.

"Völlig unverhältnismäßige Mittel"

Die Stadt Lindau gibt an, die Einnahmen aus den Parkgebühren in Rücklagen gesteckt zu haben, um mit dem Geld neue Parkplätze zu bauen. Oberbürgermeister und Kämmerer der Stadt würden das Vorgehen der Steuerbehörden als völlig unverhältnismäßig werten, heißt es in der Pressemitteilung.

STAND