Mit einem Ausfuhrzettel können sich schweizerische Einkaufstouristen die Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen (Foto: SWR)

Unklarheiten für Schweizer Einkaufstouristen beseitigt Details für Rückerstattung der Mehrwertsteuer geregelt

Die Bagatellgrenze von 50 Euro für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer gilt seit Januar für Schweizer Einkaufstouristen. Detailfragen, die für Verwirrung sorgten, sind jetzt geklärt.

Trotz Einführung der Bagatellgrenze in Höhe von 50 Euro zum 1. Januar dieses Jahres stempelten Zöllner an der deutsch-schweizerischen Grenze auch Ausfuhrscheine für Waren mit geringerem Wert. Damit ist jetzt Schluss. Das Bundesfinanzministerium erließ am Dienstag eine Anweisung, dass die Zöllner die sogenannten "Grünen Zettel" erst ab einem Warenwert von über 50 Euro abstempeln sollen. Schweizer Einkaufstouristen können sich damit die Mehrwertsteuer erst ab diesem Betrag zurückerstatten lassen.

Belege dürfen nicht addiert werden

Das Bundesfinanzministerium wies an, dass Flaschenpfand zum Warenwert dazu gerechnet werden kann. Bei Geschenkgutscheinen kann die Umsatzsteuer erst beim Einlösen des Gutscheins erstattet werden. Und wer am selben Tag im selben Geschäft zweimal einkauft, darf die Belege nicht addieren. Der Kunde kann aber im Geschäft fragen, ob er einen neuen Kassenzettel mit dem Gesamtwert bekommt.

Zöllner sollen entlastet werden

Die Bagatellgrenze von 50 Euro wurde eingeführt, um Zöllner beim Abstempeln von Zahlungsbelegen zu entlasten. Im vergangenen Jahr stempelten die Zöllner des Hauptzollamts Singen im Kreis Konstanz täglich fast 34.000 Ausfuhrkassenzettel ab.

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