Biene mit Gasmaske und Glyphosat (Foto: SWR, SWR - Leonie Berger)

Nach Rückzug von Tettnanger Outdoor-Ausrüster Vaude Bienen-Volksbegehren: Initiative zeigt Verständnis

Vertreter des Volksbegehrens Artenschutz "Rettet die Bienen" äußern Verständnis für den Rückzug des Outdoor-Ausrüsters Vaude aus Tettnang als Unterstützer. Das Bündnis darf das Logo nicht mehr verwenden.

Vaude habe deutlich gemacht, dass es die Initiative weiter inhaltlich unterstützen wolle, so Sven Prange, Koordinator für das Volksbegehren Artenschutz "Rettet die Bienen" gegenüber dem SWR. Das Tettnanger Unternehmen wolle das Logo zurückziehen, weil es vor Ort nicht polarisieren wolle.

Existenzängste bei regionalen Landwirten

Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz sagte dem SWR, die Existenzängste vieler regionaler Landwirte und auch landwirtschaftlich tätiger Mitarbeiter wegen des Volksbegehrens hätten sie im Rahmen eines Runden Tisches betroffen gemacht und zu dem Schritt bewogen. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Forderungen der Initiative zum Umgang mit Pestiziden

Viele Landwirte in der Region, darunter Nachbarn und Mitarbeiter des Tettnanger Unternehmens, hätten Befürchtungen in Bezug auf die Forderungen der Initiative, etwa zum Umgang mit Pestiziden. Für das Volksbegehren "Rettet die Bienen werden ab Dienstag Unterschriften in Baden-Württemberg gesammelt.

Unterstützung für andere Initiativen

In einer Stellungnahme von Vaude hieß es, das Unternehmen setze sich weiterhin für den Artenschutz ein. Der Hersteller von Freizeitbekleidung und Outdoorausrüstung räumt allerdings ein, dass auch die Textilbranche Chemikalien verwende und zum globalen Artensterben beitrage. Das Unternehmen setze sich seit Jahren beispielsweise über das Bündnis für nachhaltige Textilien und mit dem Siegel Grüner Knopf für den Umweltschutz ein.

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