Diskothek Grey in Konstanz (Foto: SWR, Hildegard Eichenhofer)

Zwei Jahre nach tödlichen Schüssen vor Konstanzer Club Prozess gegen Waffenhändler vertagt

In Kreuzlingen ist der Prozess gegen zwei Männer vertagt worden, die ein Sturmgewehr verkauft haben sollen. Der Käufer der Waffe hatte damit vor zwei Jahren den Türsteher der Diskothek "Grey" in Konstanz erschossen.

Einer der beiden Angeklagten sei nicht vor Gericht erschienen, so eine Sprecherin des Bezirksgerichts Kreuzlingen gegenüber dem SWR. Der Prozess gegen die beiden Angeklagte wegen "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen“ wurde vertagt. Ein neuer Termin stehe bislang noch nicht fest.

Sturmgewehr M16 (Foto: SWR, Esther Leuffen)
Esther Leuffen

Angeklagte sollen Tatwaffe verkauft haben

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll der eine Angeklagte, ein 35-jähriger Deutscher, Anfang 2017 den Kontakt zu dem späteren Todesschützen in Konstanz vermittelt haben. Der andere, ein 32-jähriger Österreicher, soll das M16- Sturmgewehr dann an diesen verkauft haben. Beide Angeklagte wohnen in Kreuzlingen. Waffen wie diese sind in Deutschland und der Schweiz verboten. Werden die beiden Angeklagten vom Bezirksgericht Kreuzlingen schuldig gesprochen, droht ihnen auch ein Landesverweis.

Türsteher in Konstanz nach Streit erschossen

Mit der halbautomatischen Kriegswaffe, die von amerikanischen Streitkräften benutzt wird, hatte der Täter vor zwei Jahren den Türsteher der Diskothek Grey in Konstanz erschossen und mehrere Menschen verletzt. Der Täter selbst war daraufhin bei der Schießerei in Konstanz von der Polizei erschossen worden.

Täter feuerte vermutlich aus Wut

Der Tat vorausgegangen war ein Streit zwischen dem späteren Schützen und dessen Schwager, dem damaligen Betriebsleiter der Disco. Dieser soll seinen Schwager des Clubs verwiesen haben, weil der im Innenbereich randaliert hatte. Daraufhin fuhr der spätere Täter nach Hause, holte das Maschinengewehr und soll dann an der Discothek Grey sofort das Feuer eröffnet haben.

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