Seit Jahren sterben die Bienen. (Foto: SWR, SWR - Ralph Gemmecke)

Tierseuche im Bienenstock Bösartige Faulbrut bei Bienen in Scheidegg

Bei einem Bienenvolk in Scheidegg im Kreis Lindau ist die Bösartige Faulbrut ausgebrochen. Die Tierseuche muss den Behörden angezeigt werden. An der Krankheit sterben die Bienenlarven.

Der Erreger befällt bei der Bösartigen Faulbrut, die auch Amerikanischen Faulbrut genannt wird, ausschließlich die Brut der Bienen. Die Larven werden durch das Bakterium beschädigt und sterben. Sie lösen sich auf, es bleibt eine zähe, braune, schleimige Substanz übrig.

Faulbrut für den Menschen ungefährlich

Für die erwachsenen Bienen ist die Krankheit keine Gefahr. Auch für den Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Der Honig kann bedenkenlos gegessen werden. Allerdings ist der Erreger hoch ansteckend. Bienen tragen die Sporen nach außen und auch der mit den Sporen verseuchte Honig kann die Krankheit auf andere Bienenvölker und deren Brut übertragen.

Sperrgebiet im Kreis Lindau bei Scheidegg wegen Faulbrut

Der Kreis Lindau hat deshalb ein Sperrgebiet im Radius von zwei Kilometern um den Ausbruchsort in Scheidegg festgelegt. Bienenstöcke dürfen dort nicht mehr versetzt werden, Honig darf das Sperrgebiet nicht verlassen. Das Veterinäramt wird sich in den nächsten Tagen mit den dort gemeldeten Imkern in Verbindung setzen, um deren Völker zu untersuchen.

STAND