Ein Weißstorch steht auf einem Horst (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Tierdrama in Oberschwaben Dutzende Jungstörche nach Dauerregen gestorben

Unter den Regenmassen der vergangenen Tage hat besonders die Tierwelt gelitten. Nicht nur Bienenvölker sind betroffen - um Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) sind über 40 Jungstörche gestorben.

So wichtig der Regen der letzten Tage für die Natur war, so schlimm war er für die Tierwelt. Unter den Wassermassen haben auch Jungstörche gelitten. In Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) werden die Nester derzeit kontrolliert. Sicher ist bis jetzt, dass über 40 Jungtiere an den Folgen der Wassermassen in ihren Nestern gestorben sind. Wie hoch die Zahl der toten Tiere genau ist, wird erst nach der Zählung klar sein.

Ein Viertel der Brut in Salem ist tot

Ein regelrechtes Tierdrama spielte sich bei der Storchenstation in Salem (Bodenseekreis) am Affenberg ab. Hier ist nach ersten Schätzungen rund ein Viertel der Brut gestorben. Das sind etwa 40 Tiere. In dem Nest auf dem Schloss in Markdorf sind alle vier Jungstörche tot. Wie Ute Reinhardt, Storchenbeauftragte für Oberschwaben, mitteilte, waren die toten Jungtiere auf der Webkamera zu sehen.

Nach Dauerregen am Bodensee Viele Jungstörche auf dem Affenberg gestorben

Störche mit ihren Jungen auf dem Affenberg in Salem im Bodenseekreis (Foto: SWR, Robert Müller)
Die Storchenstation am Affenberg Salem Robert Müller Bild in Detailansicht öffnen
Die Storchenstation am Affenberg Salem im Bodenseekreis Robert Müller Bild in Detailansicht öffnen
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Zwei komplette Tage Dauerregen sind das Todesurteil

Der Regen ist insbesondere für Jungtiere gefährlich, die jünger als sechs Wochen sind. Sie haben noch kein fertig ausgebildetes Gefieder. Ihr weicher Flaum saugt sich mit Wasser voll - so werden die Küken nass und kühlen aus. Zwei komplette Tage Dauerregen sind für die Jungtiere zu viel. Sie sind erfroren. Die ganz kleinen Störche im Alter von bis zu drei Wochen können jedoch noch von den Storcheneltern geschützt werden. Sie finden unter dem Gefieder der Eltern einen trockenen Platz. Bei den größeren Jungtieren geht das jedoch nicht mehr.

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