Forscher stehen auf einer Konstruktion aus Stahl einer Bohrplattform, die auf dem Bodensee schwimmt. (Foto: SWR)

Nach Problemen mit dem Bohrsystem Tiefenbohrungen vor Hagnau im Bodensee gehen weiter

Die Bohrungen im Grund des Bodensees vor Hagnau können nun doch weitergehen. Nachdem Probleme mit dem Bohrsystem aufgekommen waren, musste das Projekt der Wissenschaftlern ausgesetzt werden. Erst war nicht klar, ob das Vorhaben ganz scheitert.

Die Probleme auf der Bohrplattform, die vor Hagnau auf dem Bodensee schwimmt, waren nach dem Sturm am Wochenende aufgetreten. Es hatte sich so viel Sand in dem Bohrgerät abgesetzt, dass das Kolbensystem blockiert wurde.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Neuer Versuch startet kommende Woche

Die Forscher holten das Bohrgerät daraufhin vom Grund des Bodensees hoch, um es zu untersuchen. Laut einer Mitteilung des Forschungskoordinators der Technischen Universität Braunschweig soll kommende Woche an der gleichen Stelle ein neuer Versuch gestartet werden. Zunächst war überlegt worden, den Standort der Bohrplattform zu ändern.

Konstruktion für Bohrungen im Bodensee (Foto: SWR)
Dieser Bohrer gräbt sich bis zu hundert Meter tief in den Grund des Bodensees. Bisher bohrten Forscher nur in zehn Metern Bodentiefe.

Erstmalig 100 Meter tiefe Bohrungen im Bodensee

Die Wissenschaftlter der Technischen Universität Braunschweig versuchen, am Grund des Bodensees hundert Meter tief zu bohren, um so an Bodenproben zu kommen. Bisher drangen sie in 20 Meter Tiefe vor. Die Wissenschaftler erhoffen sich, Neues für die Klimaforschung zu erfahren. Aus den Sedimentproben könne man beispielsweise herauslesen, welche Organismen zu bestimmten Zeiten vorkamen oder welche Nährstoffe es in früheren Zeiten gegeben habe, so die Projektleiterin Antje Schwalb von der Technischen Universität Braunschweig.

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