Feuerwehrleute stehen im Hafen von Friedrichshafen (Foto: SWR, Frederike Roser)

Nach Seenot vor Friedrichshafen Reparatur der "MS Lindau" dauert Wochen

Nach der Havarie der "MS Lindau" am Sonntag auf dem Bodensee fällt das Passagierschiff fünf bis sechs Wochen aus. Denn einer der Motoren ist laut Bodensee-Schiffsbetriebe beschädigt.

Nach Angaben der Wasserschutzpolizei kamen am Sonntag kurz nach 18 Uhr auf einmal Rauch und ein beißender Geruch aus dem Motorraum. Die "MS Lindau" trieb daraufhin manövrierunfähig auf dem Bodensee vor Friedrichshafen.

Großeinsatz am Bodensee "MS Lindau" vor Friedrichshafen in Seenot

"MS Schwaben" kommt zu Hilfe

Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte an. Die Bodensee-Schiffsbetriebe schickten die "MS Schwaben" - die schleppte die "MS Lindau" schließlich in den Hafen von Friedrichshafen. An Bord waren - wahrscheinlich wegen des schlechten Wetters - nur 18 Menschen. Verletzt wurde niemand.

Technischer Defekt war Ursache

Grund für die Rauchentwicklung war wohl ein technischer Defekt. Eine Dieselleitung war geplatzt, Kraftstoff war auf heiße Motorteile gelangt. Weil einer der Motoren bei dem Zwischenfall Schaden nahm, muss die "MS Lindau" in der Werft repariert werden. Das dauert nach Angaben der Bodensee-Schiffsbetriebe voraussichtlich fünf bis sechs Wochen.

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