Ein Schornsteinfeger steht auf einem Hausdach. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

"Alternativen zum Öl sind zu teuer" Schornsteinfeger kritisieren in Konstanz Klimapaket

Die Schornsteinfeger im Land kritisieren das Klimapaket der Bundesregierung. Das geplante Verbot des Einbaus neuer Ölheizungen sei in Baden-Württemberg nur schwer durchsetzbar, hieß es beim Landesinnungsverbandstag in Konstanz.

Die Bundesregierung hatte in dieser Woche beschlossen, den Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 zu verbieten. Das werde zu Problemen führen, vor allem in ländlichen Regionen, sagte der Präsident der Schornsteinfeger-Landesinnung, Stefan Eisele, in Konstanz.

Alternativen zum Öl sind zu teuer

Auf dem Land würden vielerorts Alternativen zum Öl teuer. Zum Beispiel dort, wo weite Strecken für Leitungen zu überbrücken seien. Auch eine flächendeckende Versorgung mit Nahwärme sei derzeit noch nicht möglich, so Eisele. Die Schornsteinfeger fordern deshalb, mehr Geld in die Forschung zu stecken. Denn mit Öl könne effizienter und damit umweltfreundlicher geheizt werden als bislang.

100 Jahre Schornsteinfegerinnung

Die Schornsteinfegerinnung im Regierungsbezirk Freiburg ist am Freitag 100 Jahre alt geworden. Der Beruf sei ein traditionsbewusstes Handwerk, das durchaus in die Zukunft gerichtet sei, sagte Obermeister Karl-Rainer Kopf. "Unsere Ausbildungszahlen steigen im Vergleich zu anderen Handwerken", so Kopf. Die Schornsteinfegerinnung im Regierungsbezirk Freiburg ist eine von vier Landesinnungen in Baden-Württemberg. Dem Landesinnungsverband der Schornsteinfeger gehören rund 900 Mitgliedsbetriebe an.

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