Bundesgerichtshof, Empfangsgebäude in Karlsruhe (Foto: Pressestelle, Bundesgerichtshof/Nikolay Kazakov)

Revision eines Falls aus Lindau Nach Kindstötung hebt BGH Freispruch auf

Der Bundesgerichtshof hat den Freispruch für eine Mutter aufgehoben, die vor rund eineinhalb Jahren in Lindau ihr Kind getötet hatte. Nun muss der Fall erneut verhandelt werden.

Nachdem der Partner der Frau Suizid begangen hatte, wollte auch sie nicht mehr leben. Sie tötete ihre neunjährige Tochter, um diese nicht alleine zurückzulassen und verübte dann einen Suizidversuch, der ihr aber misslang. Das Landgericht Kempten sah die Frau als schuldunfähig an und sprach sie vom Vorwurf des Totschlags frei.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob dieses Urteil nun auf. Zwei Gutachter hatten die Schuldfähigkeit der Frau unterschiedlich bewertet. Das Landgericht Kempten habe nicht ausreichend dargelegt, warum es sich den Ausführungen des einen und nicht des anderen Experten anschloss, so die Richter des BGH. Nun muss eine andere Kammer am Landgericht Kempten den Fall neu verhandeln.

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