Herzog von Württemberg (Foto: picture-alliance / dpa)

Trauerfeier in Altshausen Letzte Ehre für Friedrich Herzog von Württemberg

In Altshausen (Kreis Ravensburg) haben am Freitag zahlreiche Trauergäste Abschied genommen von dem verstorbenen Friedrich Herzog von Württemberg. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Unter den 2.000 geladenen Gästen waren Vertreter der europäischen Adelshäuser, Mitglieder der Häuser Waldburg-Zeil, Baden und Hohenzollern sowie Politiker, Freunde und Bekannte aus Altshausen und Umgebung. Die Landesregierung war mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne), dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Thomas Strobl (CDU) und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) vertreten. Als höchste Repräsentanten des Adels waren der König und die Königin von Belgien anwesend.

Dauer

Gottesdienst per Videoübertragung

In der Schloss- und Pfarrkirche St. Michael fanden 420 Trauernde Platz. Für die geladenen Gäste gab es auch eine Videoübertragung des Requiems neben der Kirche. Die Bevölkerung konnte den Trauergottesdienst per Videoübertragung auf dem Marktplatz vor dem Schloss verfolgen. Rund tausend Stühle waren aufgebaut, allerdings nicht voll besetzt.

Musikalische Untermalung

Das Requiem wurde vom Rottenburger Bischof Dr. Gebhard Fürst zelebriert. Dabei erklangen Teile aus dem "Requiem" von Wolfgang Amadeus Mozart. Mitgewirkt haben der Chor der Schlosskirche Altshausen (Leitung Herbert Wenzel) und der Kirchenchor Aulendorf (Leitung Elisabeth Sekul). Sie wurden unterstützt von Gastsängern aus oberschwäbischen Chören und einem Orchester.

Die Beisetzung in der Familiengruft in Altshausen erfolgte im engsten Familienkreis. Im Anschluss hatte auch die Bevölkerung die Möglichkeit, in der Gruft Abschied von Friedrich Herzog von Württemberg zu nehmen. Bereits am vergangenen Freitag hatte es einen Trauergottesdienst in der Friedrichshafener Schlosskirche gegeben.

Unfall bei Überholmanöver

Der Unfall ereignete sich am 9. Mai auf einer Kreisstraße zwischen Ebenweiler und Fronhofen im Landkreis Ravensburg. Der 56-jährige Herzog war mit seinem Auto bei einem Überholmanöver in ein entgegenkommendes Fahrzeug gefahren. Er starb noch an der Unfallstelle. Die drei Insassen des anderen Fahrzeugs wurden leicht verletzt und kamen in ein Krankenhaus. Zum Unfallhergang gab die Polizei nichts Näheres bekannt.

An einem Feldweg steht ein Holzkreuz mit Trauerkerzen und Blümchen (Foto: SWR, Tina Löschner)
An der Unglücksstelle erinnern Holzkreuz, Blumen und Kerzen an den Unfall. Tina Löschner

Herzog Friedrich war der Leiter der Hofkammer, also der privaten Verwaltung des Hauses Württemberg. Er war der älteste Sohn von Familienoberhaupt Carl Herzog von Württemberg, der auf Schloss Altshausen lebt. Friedrich Herzog von Württemberg hinterlässt seine Frau Marie sowie drei erwachsene Kinder.

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