Reise in eine bittere DDR-Vergangenheit Andrea Tiebel-Quast aus Schemmerhofen stellt in Bautzen aus

Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall verheilen manche Wunden nicht. Die in Schemmerhofen bei Biberach lebende Künstlerin Andrea Tiebel-Quast zeigte ihre Arbeiten bisher nur im Westen. Nun hat sie sich erstmals mit einer Ausstellung zurück nach Ostdeutschland gewagt.

"Wurlawa" heißt ihre Ausstellung in der sorbischen Kulturinformation in Bautzen.

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Die innerdeutsche Trennung überwinden

Andrea Tiebel-Quast will Brücken bauen. "Wurlawa", eine Installation benannt nach einem Spreewaldgeist, schafft eine Verbindung zwischen den Menschen der Schwäbischen Alb und der Trachtenkultur des Spreewalds. Die Künstlerin mischt die Elemente der Frauentrachten aus beiden Landstrichen, indem sie eine Schürze aus der Ostalbtracht mit einem Umhängetuch aus der sorbischen Kultur kombiniert.

Die Künstlerin Andrea Tiebel-Quast (Foto: Andrea Tiebel-Quast)
Die Künstlerin Andrea Tiebel-Quast Andrea Tiebel-Quast

Die innerdeutsche Trennung und deren Überwindung ist das Hauptthema ihrer Skulpturen, Installationen und ihrer Malerei. Die Familie von Andrea Tiebel-Quast wurde durch die Mauer getrennt. Als ihr Vater 1983, versteckt im Benzintank eines Autos, in den Westen flüchtete und die Familie zurückließ, war Andrea Tiebel-Quast 13 Jahre alt.

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