Schulbusfahrer wegen Missbrauchs vor Gericht (Foto: SWR, Dirk Polzin)

Prozess am Landgericht Ravensburg Schulbusfahrer gesteht sexuellen Missbrauch

Ein Schulbusfahrer aus dem Kreis Biberach hat vor dem Landgericht Ravensburg den sexuellen Missbrauch mehrerer Kinder gestanden. Er bereue die Taten, sagte der 26-Jährige bei Prozessbeginn.

Die Opfer des Missbrauchs sind sechs Jungen und ein Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Laut Anklage nutzte der 26-jährige Angeklagte die Schulbusfahrten, um freundschaftlichen Kontakt zu ihnen aufzubauen. Er soll sie dann auch in seiner Freizeit getroffen und mit ihnen Pornofilme angeschaut haben. Außerdem habe er Pornobilder per Smartphone verschickt. Bei den Treffen sei es auch zu sexuellen Übergriffen gekommen.

Die Mutter eines Opfers berichtete im Prozess von den massiven Auswirkungen der Taten auf die Psyche ihres Sohnes. Dieser sei wegen einer Zwangsstörung in Therapie, habe Albträume und Konzentrationsstörungen.

Sexueller Missbrauch im Kreis Biberach

Die rund 20 Taten sollen sich im Raum Attenweiler-Oggelsbeuren überwiegend im vergangenen Jahr und Anfang dieses Jahres ereignet haben. Der 26-Jährige sitzt seit März in Untersuchungshaft. Eigentlich hatte der Prozess bereits am Dienstag beginnen sollen. Aber der Verteidiger des Angeklagten war erkrankt.

Der Prozess ist auf insgesamt drei Tage angesetzt, ein Urteil wird für den 2. Oktober erwartet.

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