Pfullendorf KSK-Soldaten sollen des Afrikakorps gedacht haben

Soldaten der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK ("Kommando Spezialkräfte") haben in Tunesien des Afrikakorps der Wehrmacht gedacht. Entgegen verschiedener Medienberichte sollen jedoch keine Soldaten aus Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) beteiligt gewesen sein. Eine Sprecherin des Heeres hat dem SWR am Montag bestätigt, dass im April vergangenen Jahres 15 Soldaten einen Militärfriedhof in Tunesien besucht haben. Im Gästebuch des Friedhofs sollen sich laut Medienberichten Soldaten aus Pfullendorf eingetragen haben, mit den Worten: "In Gedenken an unsere Gefallenen des Afrikakorps". Auch diesen Eintrag bestätigte die Sprecherin. Die Kaserne in Pfullendorf sei jedoch schlicht angegeben worden, um die wirkliche Herkunft der Soldaten zu verschleiern. Genauere Informationen dazu wollte die Sprecherin nicht geben. Der Fall werde noch untersucht. Vom Verteidigungsministerium hieß es, für die Streitkräfte eines demokratischen Rechtsstaates sei die Wehrmacht als Institution nicht traditionswürdig. Gleiches gelte für Truppenverbände der Wehrmacht. Das Afrikakorps der Wehrmacht hatte im Zweiten Weltkrieg in Nordafrika gegen die Alliierten gekämpft.

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