Österreichische Polizisten kontrollieren einen Autofahrer mit dunklen Haaren (Foto: picture-alliance / dpa, Herbert Pfarrhofer)

Patrouille auch am Bodensee Neue Grenzpolizei "Puma"

Die Polizei in Vorarlberg will künftig mit einer neuen Grenzschutztruppe gegen illegale Flüchtlinge vorgehen. Puma - so der Name der neuen Einheit, das stehe für Dynamik.

Ab September sollen die speziell ausgebildeten Polizisten an der Grenze, aber auch für Kontrollen im Inland eingesetzt werden. Die neue Polizeitruppe soll schnell einsatzbereit sein - an unterschiedlichsten Orten. Das Ziel: an der Grenze illegale Einwanderung verhindern. Aber auch Inlandskontrollen sollen stattfinden, um die Aufenthaltsberechtigung oder Arbeitserlaubnis von Verdächtigen zu überprüfen.

600 Polizisten österreichweit

Wie groß die Puma-Truppe in Vorarlberg wird, steht noch nicht fest. Österreichweit sollen für die Einheit rund 600 Polizisten im Einsatz sein. Die meisten arbeiten bereits in der Schleierfahndung, bekommen aber jetzt noch eine spezielle Fortbildung. Dabei geht es unter anderem um die neuesten Verordnungen im österreichischen Fremdenpolizeigesetz oder den Schengener Grenzkodex.

Österreichische und deutsche Polizisten kooperieren

Die Gründung der neuen Puma-Truppe fällt in eine Zeit, in der auch der länderübergreifende Grenzschutz intensiviert werden soll. Die schon lange bestehende Zusammenarbeit der Behörden an der deutsch-österreichischen Grenze soll ausgebaut werden. Damit solle gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vorgegangen und illegale Migration verhindert werden, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizeidirektion München. Das Sagen bei den gemeinsamen Streifen hat dabei immer der Polizist, auf dessen Hoheitsgebiet die Kontrolle stattfindet.

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