Landwirte informieren sich in Überlingen über Volksantrag (Foto: SWR)

Obstbauern organisieren Widerstand gegen "Rettet die Bienen" 500 Landwirte informieren sich in Überlingen über Volksantrag

Rund 500 Landwirte haben sich in Überlingen am Dienstagabend über den sogenannten Volksantrag informiert. Mit dem Antrag wollen sie verhindern, dass die Ziele des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" möglicherweise umgesetzt werden.

Durch den Volksantrag "Gemeinsam unsere Umwelt schützen" hoffen die Landwirte, die große Verantwortung beim Erhalt der Artenvielfalt von ihren eigenen Schultern auf die der gesamten Gesellschaft zu übertragen, erklärte die Überlinger Landwirtin Antonia Kitt im Überlinger Kursaal. Es gehe darum, vernünftige, umsetzbare Lösungen zu finden, die den Artenschutz weiterbringen und gleichzeitig der Landwirtschaft Entwicklungsperspektiven bieten. Das Volksbegehren ginge an der Landwirtschaft vorbei, sagte Anja Renz, Geschäftsführerin der Erzeugergemeinschaft "Obstregion Bodensee". Es spiele Naturschutz und Landwirtschaft gegeneinander aus.

Volksbegehren könnte für viele Landwirte das Aus bedeuten

Der Volksantrag ist eine Reaktion auf das Artenschutz-Volksbegehren "Rettet die Bienen". Viele Landwirte sehen dadurch ihre Existenz bedroht. Es fordert beispielsweise, dass der Einsatz von Pestiziden bis 2025 halbiert wird. Mit einem Volksantrag wird der Landtag verpflichtet, sich mit dem Anliegen der Landwirte zu befassen. Dafür brauchen die Landwirte aber rund 40.000 Unterschriften.

STAND