Bilder vom VSAN-Landschaftstreffen in Wangen im Allgäu 2019 (Foto: SWR, Wolfgang Wanner)

Landschaftstreffen Oberschwaben-Allgäu Bunter Narrensprung in Wangen

Tausende Narren und Zuschauer haben am Sonntag einen bunten Narrenumzug in der Altstadt von Wangen im Allgäu erlebt. Es war der Höhepunkt eines zweitägigen Landschaftstreffens.

Die "Wangemer Narrenzunft Kuhschelle weiß-rot" hatte zum Landschaftstreffen Oberschwaben-Allgäu der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN) eingeladen. Am Samstagmittag wurde der Narrenbaum aufgestellt, am Sonntag fand der große Umzug statt. Mehr als 40 Zünfte reisten an.

Buntes Narrentreiben in der Altstadt

Die mit Narrenfahnen und Bändeln bunt geschmückte Altstadt von Wangen bot eine prächtige Kulisse für den Narrensprung. Die Zuschauer standen in Zweier- und Dreierreihen entlang des Umzugweges, und die Hästräger hüpften und tanzten an ihnen vorbei. Die mitgekommenen Stadtkapellen spielten dazu die passenden Narrenmärsche.

Dauer

Dreieinhalb Stunden dauerte der Umzug in Wangen. Anfangs schien die Sonne, dann zogen Wolken auf, doch alle Gruppen kamen trocken ans Ziel. Große Narrenumzüge waren am Sonntag auch auf der Insel Reichenau und in Bad Buchau. Laut Polizei gab es bei den Großereignissen keine ernsthaften Zwischenfälle.

Sicherheitsauflagen für die Fasnet

Bei Narrenumzügen und -treffen sind Security, Sanitäter und vieles mehr mittlerweile Vorschrift. Das kostet Zünfte und Organisatoren jeweils mehrere 10.000 Euro pro Veranstaltung. Und die Vorschriften würden immer strenger, sagen die Verantwortlichen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. Sie fordern für die Einhaltung der Sicherheitsauflagen daher finanzielle Unterstützung vom Land und den Kommunen.

"Ich bin überzeugt davon, dass wir gewisse Erleichterungen erreichen und Wege finden, um die schöne Fasnet im deutschen Südwesten zu erhalten."

Roland Wehrle, Präsident der VSAN

Bei dem Landschaftstreffen in Wangen war auch der Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte, Roland Wehrle, dabei. Im SWR sagte er, dass die Gespräche mit dem Innenministerium über die Sicherheitsauflagen für Großveranstaltungen auf einem guten Weg seien.

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