Nächste Ausfahrt - Untersee Zeitreise von Konstanz nach Stein am Rhein

Der Film "Nächste Ausfahrt - Untersee" erkundet die Region zwischen Konstanz und Stein am Rhein. Die Dokumentation bewegt sich dabei auf den Spuren eines Films von 1966 - was hat sich seither verändert?

Als die Südwestfunkreihe "Links und Rechts der Autobahn" im Jahr 1966 über den malerischen Untersee berichtete, waren drastische Folgen des Klimawandels noch nicht zu erahnen.

Zeitreise von Konstanz nach Stein am Rhein

Der Konstanzer Hafen © SWR (Foto: SWR, SWR)
Der Konstanzer Hafen © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen
St.Georg - UNESCO Weltkulturerbe Reichenau © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen
Fischer Riebel © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen
Die Reichenau - Der Gemüsegarten des Untersees © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen
Der Grundstein für die Uni Konstanz wurde im Entstehungsjahr des Films 1966 gelegt © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen
Das Konzil in Konstanz - Hier wurde im Mittelalter Weltgeschichte geschrieben © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen
Fischfang auf dem Untersee, 1966 © SWR SWR Bild in Detailansicht öffnen

Damals wie heute ist der Untersee Anziehungspunkt. Vieles hat sich aber auch verändert.

Zeichen setzen gegen den Klimawandel

Konstanz hat 2019 als erste deutsche Stadt den Klimanotstand ausgerufen. Sie will deshalb auch voraussichtlich das seit 1949 stattfindende "Konstanzer Seenachtfest" mit Riesenfeuerwerk abschaffen. Die Touristenattraktion passe nicht mehr in die Stadt und die Zeit, so Oberbürgermeister Uli Burchardt.

Bodensee wird immer sauberer

1966 litt der See noch an schlechter Wasserqualität und drohte zu kippen. Mehr als ein halbes Jahrhundert später ist die Wasserqualität wieder sehr gut, dank riesiger Investitionen in Kläranlagen und zahlloser Maßnahmen zur Reinhaltung des Sees.

Welterbe Klosterinsel Reichenau

Die Insel Reichenau mit dem mittelalterlichen Benediktinerkloster war schon damals eine Schönheit. In der Zwischenzeit hat sie es auf die UNESCO-Liste des Welterbes geschafft. Sicher auch ein Grund, warum die etwa 3.300 Bewohnerinnen und Bewohner 200.000 Übernachtungen pro Jahr auf der kleinen Insel verbuchen können.

Künstlerheimat Halbinsel Höri


Die Halbinsel Höri ist nicht nur Namensgeber für die von Gourmets hochgeschätzte Höri-Bülle. In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts fanden hier viele Maler und Schriftsteller ihre zeitweilige Heimat. Das Hesse-Museum und das Otto-Dix-Haus geben Einblicke in das künstlerische Leben auf der Höri. Heute leben Künstler wie Johannes Dörflinger, dessen "Kunstgrenze" zwischen Konstanz und Kreuzlingen den alten Grenzzaun ersetzt hat, auf der Halbinsel.

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